Auswurf als Warnsignal
Was Hustenschleim über die Erkrankung aussagt
Beim Auswurfhusten produziert die Bronchialschleimhaut vermehrt Schleimsekret, das abgehustet wird. Was kann dahinterstecken und wann sollte man einen Arzt aufsuchen?
Husten mit Auswurf ist eine natürliche Abwehrreaktion des Körpers, er ist ein Symptom verschiedener Krankheiten und nicht immer harmlos.
Je nach Konsistenz und Farbe kann Hustenschleim Aufschluss über die Art der vorliegenden Infektion geben.
Ärzte unterscheiden zwischen trockenem, Reizhusten und produktivem Husten. Bei einem produktiven Husten sammelt sich eine erhöhte Menge Schleimsekret, Sputum genannt, in den Atemwegen an, das dann in den Rachen und Mund abgegeben wird.
Die Bronchialschleimhaut produziert ständig eine gewisse Menge Sekret.
Der Schleim nimmt Staub, Krankheitserreger und Schmutz auf und sorgt dafür, dass die Schleimhäute nicht austrocknen. Die Schleimproduktion ist daher eine natürliche Schutzfunktion der Atemwege. Die Bildung von Schleim wird mit einer Krankheit in Verbindung gebracht, wenn plötzlich viel mehr Schleim produziert wird und andere Symptome wie Husten, Atembeschwerden, Atemschmerzen, Fieber oder Blut auftreten.
Die Konsistenz und Farbe können erste Anzeichen einer möglichen Ursache für einen Husten mit Auswurf sein.
Ist der Auswurf grünlich-gelb, verbergen sich hinter den Symptomen oft eine Erkältung. Grünlicher Ausfluss kann auch auf eine bakterielle Infektion hinweisen. Raucher kennen braunen Auswurf. Dies ist durch Raucherhusten gekennzeichnet. Sehr zähflüssiger, glasiger Ausfluss kann auf eine chronische Bronchitis hinweisen.
„Je nach Krankheitsursache kann sich der Auswurf optisch unterscheiden“, sagt Professor Adrian Gillissen, Chefarzt der 3.

Medizinischen Klinik des Kreisklinikums Reutlingen und Mitglied der Deutschen Lungenstiftung e. Sie können Ihrem Arzt jedoch einen vorläufigen Hinweis auf die mögliche Ursache geben. Blut ist ein Warnzeichen für eine Vielzahl von Krankheiten, die immer einer ärztlichen Untersuchung bedürfen. Atemnot kann auch schnell von einem Arzt abgeklärt werden.
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Mögliche Ursachen für anhaltenden Husten mit Schleimproduktion sind:
- Erkältung
- Influenza (Grippe)
- Sinusitis
- COPD
- Asthma
- Akute oder chronische Bronchitis (Entzündung der Atemwege)
- Mukoviszidose
Kommt mit dem Husten ein harmloser Infekt ein, verschwinden die Symptome nach einigen Tagen.
Man sollte aufpassen, wenn sich die Symptome nicht bessern oder sich sogar verschlimmern.
„Wenn der Husten nach acht Wochen nicht nachlässt und die Schleimsekretion weiterhin erhöht ist, sollte man einen Lungenarzt aufsuchen und eine Untersuchung durchführen, um die Ursache herauszufinden“, rät Gillissen durch Krankheit.“
Ein starker Husten mit Schleimproduktion kann auch durch einen Fremdkörper verursacht werden.
Rauchen gilt als Hauptursache für chronischen Husten mit Auswurf. Von chronischem Husten spricht man, wenn die Entzündung in den Atemwegen länger als drei Monate anhält.
Anhaltender Husten mit Auswurf. kann durch eine chronische Bronchitis verursacht werden. Nach Angaben der Deutschen Lungenstiftung e.V. leiden in Deutschland etwa sechs Millionen Menschen darunter.
Chronische Bronchitis ist eine Vorstufe einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung. COPD ist derzeit die vierthäufigste Todesursache weltweit.