Akupressur ist eine traditionelle Behandlungsmethode aus der Chinesischen Medizin (TCM).
Sie basiert auf den gleichen Theorien wie die Akupunktur und nutzt die gleichen Punkte, jedoch wird anstelle von Nadeln eine Druckmassage (Fingermassage) zur Stimulation eingesetzt (lateinisch: acus = Nadel und premere = drücken).

Akupressur eignet sich hervorragend zur Linderung alltäglicher Probleme, da sie ohne Werkzeuge und Hilfsmittel einfach angewendet werden kann. Teilweise ist es leicht erlernbar, wirksam und vor allem jederzeit verfügbar.
Nach der Traditionellen Chinesischen Medizin fließt die menschliche Lebensenergie (Qi) durch Leitbahnen, die sogenannten Meridiane, die den Körper netzartig durchziehen.
Bei einem gesunden Menschen fließt das Qi ausgewogen und ungestört durch den Körper. Ist der Energiefluss gestört, z.B. Aufgrund von Verletzungen, Kälte oder Hitze, schlechter Ernährung oder psychischen Faktoren können Krankheiten und Schmerzen auftreten. Durch die Stimulation hautnaher Akupressurpunkte können Blockaden im Qi-Fluss gelöst werden.
Auch andere Therapieverfahren nutzen thermische Reize (Moxitherapie), Reizstrom oder Lichtreize zur Stimulation.
Der Wirkmechanismus der Akupressur ist, wie auch der Akupunktur, noch nicht vollständig geklärt. Man geht davon aus, dass die Reaktion des Nervensystems auf einen lokalen Schmerzreiz reflektorisch auf andere Organe und Gewebe wirkt und sich somit sowohl auf die Psyche als auch auf den Körper auswirkt.
In vielen Büchern des KVC Verlags wird Akupressur als wirksame Selbsthilfestrategie erwähnt, z.B.
im Ratgeber „Was tun bei Schmerzen“ von Annette Kerckhoff und Michael Elies.
Zehn Punkte der Akupressur, mit denen sich verschiedene Alltagsbeschwerden effektiv lindern lassen, beschreiben wir im Artikel „Alltagsbeschwerden mit Akupressur behandeln“ in unserer Top 10-Rubrik.
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