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Ist Laufen gesund? Lohnt es sich, im Stadtpark oder Wald zu laufen? Ja, denn regelmäßige körperliche Aktivität verbessert nicht nur Ihre allgemeine Gesundheit, sondern kann auch vielen Krankheiten vorbeugen. Und das betrifft sowohl den Körper als auch die Psyche.
Prof. Rüdiger Reer, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Leiter der Abteilung Sportmedizin an der Universität Hamburg, erklärt die Gründe dafür.
Unser Experte hat keine Zweifel: „Laufen ist gesund, weil es den ganzen Körper beansprucht“, sagt Reer.
Es hat drei positive Wirkungen:
Wer regelmäßig läuft, tut viel für einen gesunden Körper. Bewegung - am besten im Freien - kann viele gesundheitliche Vorteile haben.
Nachfolgend zeigen wir Ihnen die 9 wichtigsten.
Wenn Sie regelmäßig ein paar Runden laufen, können Sie Ihr Immunsystem stärken. Warum?
Dies gilt auch für Viren, die beispielsweise Erkältungen verursachen können.
Läufer sollten jedoch unmittelbar nach dem Joggen vorsichtig sein, warnt Sportmediziner Reer: Nach dem Training ist das Immunsystem etwa eine Stunde lang schwächer als zuvor. An kalten Tagen ist es am besten, direkt nach dem Lauf unter die Dusche zu gehen und sich nach dem Lauf zu entspannen.
Das sollten Sie auch über das Laufen in der Kälte wissen.
Auch der Bewegungsapparat profitiert vom Laufen. „Es stärkt die Muskeln, Bänder und Knochen und verringert so das Osteoporoserisiko“, erklärt Reer.
Einige Effekte stehen in direktem Zusammenhang: Läufer bauen Muskeln auf.
Muskeln nutzen ihre Zugkraft zur Stärkung der Knochen, wodurch neue Knochensubstanz entsteht. Joggen ist auch deshalb gesund, weil es den Knorpel unterstützt: Die Bewegung versorgt ihn mit Nährstoffen aus der Gelenkflüssigkeit.
Noch besser: Laufen in geeigneten Schuhen
Gerade für Einsteiger und gesundheitsbewusste Läufer lohnt es sich, in ein Modell zu investieren, das speziell auf die Schonung der Gelenke und eine natürliche Abrollbewegung ausgelegt ist.
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Der Herzmuskel eines Läufers hat viel zu tun. Daher wird er mit jeder Trainingseinheit stärker. Wer viel läuft, kann das sogenannte Sportlerherz entwickeln.
Im Vergleich zum Herzmuskel eines untrainierten Menschen kann er doppelt so groß und bis zu 200 Gramm schwerer sein.
Auch deshalb ist Laufen gesund: Die Herzfrequenz sinkt und der Körper wird stärker durchblutet. Dies wirkt sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus.
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Sie stimulieren Ihr Herz - beim Laufen wird es stärker, leistungsfähiger und bleibt lange gesund.
Laufen schützt vor Bluthochdruck
Ausdauertraining erhöht die Anzahl der roten Blutkörperchen. Daher haben Läufer „eine bessere Sauerstoffversorgung der Muskulatur, aber auch anderer wichtiger Organe im Körper“, sagt Reer.
Außerdem reizt die schnellere Durchblutung die inneren Membranen der Gefäße. Es wird Lachgas (Nitrooxid oder NO) freigesetzt.
Es erweitert die Gefäße, wodurch das Blut noch besser durch den Körper fließen und Sauerstoff transportieren kann. Daher kann Laufen Bluthochdruck langfristig vorbeugen.
Mehr für gesunde Werte tun? Diese Methoden senken auch den Blutdruck.
Auch die Lunge profitiert von einer besseren Durchblutung.
Bei regelmäßigem Training entstehen mehr Alveolen. Dadurch wird Ihr Körper noch besser mit Sauerstoff versorgt. Läufer sind daher im Allgemeinen effizienter.
Wenn man sich anschaut, wie sich Laufen auf die Gesundheit auswirkt, ist auch der Darm beteiligt: Er wird stärker durchblutet.
Dadurch gelangt die Nahrung schneller durch den Verdauungstrakt und hat weniger Zeit, die Zellen in der Darmwand anzugreifen. Die Verdauung erfolgt daher schneller. Es wird angenommen, dass dies das Risiko für Darmkrebs verringert.
Macht Laufen Sie schlau? Ja, es ist wahr. Dafür gibt es drei Gründe, erklärt Reer: „Erstens kommt es zu einer Aktivität im Gehirn, die zu einer verstärkten Gehirnentwicklung führt, zweitens werden neue Nervenbahnen gebildet und drittens wird die Durchblutung verbessert.“
Yoga-Praktizierende müssen jede Bewegung koordinieren.
Dadurch wird der motorische Kortex im Gehirn trainiert. Studien an Mäusen zeigen außerdem, dass Laufen die Größe des Hippocampus (der Verbindung zwischen Kurzzeit- und Langzeitgedächtnis) erhöht. Folgen: Laufbegeisterte sind produktiver, konzentrierter und erinnern sich besser.
Laufen verbessert auch die Spermienqualität.
Wissenschaftler der Universität Gießen untersuchten fast sechs Monate lang 280 Männer, die mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten liefen. Im Vergleich zu Nichtläufern waren ihre Spermien weniger anfällig für Entzündungen und Schäden. Vor allem moderate Läufer profitierten von größeren, beweglicheren und besser gebauten Spermien.
Laufen kann sich positiv auf den Geist auswirken
Jeder, der schon einmal gelaufen ist, weiß, dass Joggen eine tolle Möglichkeit ist, den Kopf frei zu bekommen. Wie Sportmediziner Reer erklärt, gibt es dafür mehrere Gründe:
Sie verbessern Ihre Stimmung.
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Laufen ist nicht nur gut für den Körper, sondern auch für die Seele. Joggen, besonders zu zweit, sorgt für gute Laune, Motivation und mentale Stärke.
Laufen kann Ihr Immunsystem stärken und Ihre Stimmung verbessern.
Beide Faktoren sind wichtig bei der Vorbeugung verschiedener Krankheiten. Wenn Sie Ihre Laufschuhe regelmäßig schnüren, legen Sie eine gute Grundlage, um langfristig gesund zu bleiben. Zwar werden Körperübungen mittlerweile zunehmend in der Therapie eingesetzt.
Laufen soll einen positiven Effekt auf folgende Krankheitsbilder haben:
Laufen kann Ihr Risiko verringern. Warum ist das so? Läufer trainieren den Herzmuskel. Dadurch wird Ihr Körper besser mit Sauerstoff versorgt. Dies kann einer koronaren Herzkrankheit und einem Schlaganfall vorbeugen.
Wer regelmäßig läuft, kann dem entgegenwirken. Warum ist das so? Läufer haben ein starkes Immunsystem. Es wird angenommen, dass dadurch abnormale Zellen schneller beseitigt und vor Begleiterkrankungen geschützt werden können. Und noch etwas macht Laufen gesund: Es stärkt das eigene Wohlbefinden, was im Kampf gegen schwere Krankheiten wie Krebs eine große Hilfe sein kann.
Sie können Zucker aus dem Blut aufnehmen und abbauen. Dadurch sinkt der Blutzuckerspiegel. Es gibt Glukosetransporter, die nur durch körperliche Betätigung aktiviert werden.
Darüber hinaus verbessert Bewegung den Schlaf. Wer tief schläft, kann Informationen auch leichter im Gedächtnis speichern.
Aber auch bei anderen psychischen Erkrankungen kann sich Laufen positiv auswirken.Warum ist das so? Beim Laufen wird das Hormon Dopamin ausgeschüttet. Es motiviert Sie beim Sport, gibt Ihnen neuen Schwung im Alltag und stärkt Ihr Selbstbewusstsein. Laufen trägt auch dazu bei, dass die Aminosäure Tryptophan besser ins Gehirn gelangt.Tryptophan ist eine Vorstufe von Serotonin, einem Wohlfühlhormon, das Ihre Stimmung verbessern kann.
Serotonin wird später in Melatonin umgewandelt. So können Sie ruhig schlafen.
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Fühlen Sie sich lethargisch? Laufen hilft - wirklich! Beim Joggen wird Dopamin ausgeschüttet, was die Stimmung verbessert. Und mit einem Laufpartner geht es dir leichter.
„Sport ist wirklich die einzige Möglichkeit, dem Altern entgegenzuwirken“, sagt Reer.
Vor allem bei der Ausübung von Ausdauersportarten wie Laufen bleiben die Organe laut Aussage des Experten länger funktionsfähig.
Es wird auch davon ausgegangen, dass Sportler seltener an der sogenannten milden Entzündung leiden. Diese zugrunde liegenden Entzündungen können sehr schwerwiegende Folgen haben.
Wenn Sie jedoch regelmäßig laufen, können Sie solchen Entzündungen vorbeugen und dadurch weniger altern.
Wissenschaftler aus Kopenhagen haben in einer groß angelegten Studie sogar gezeigt, dass Männer, die regelmäßig und mit angemessener Intensität joggen, im Durchschnitt 6,2 Jahre und Frauen 5,6 Jahre länger leben als Nichtläufer.
Um Joggen zu praktizieren, um gesund zu bleiben, ist es wichtig, das richtige Maß zu tun: Zu viel Laufen ist genauso schädlich wie zu wenig.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt 150-300 Minuten moderate körperliche Aktivität pro Woche.
Sportmediziner Reer versteht, dass „moderat“ „Laufen ohne Keuchen“ bedeutet. Du solltest beim Joggen also kein Problem damit haben, mit deinem Laufpartner zu reden, aber kein Lied mehr singen können.
Bei bestimmten Erkrankungen ist Laufen jedoch nicht ratsam.
Wenn Sie beispielsweise Herzprobleme haben, ist es wichtig, zunächst ärztlichen Rat einzuholen. Wenn Ihr Arzt vom Laufen abrät, können Sie mit Sportärzten zusammenarbeiten, um gute Alternativsportarten zu finden.
Man sollte Anzeichen einer Überlastung ernst nehmen, warnt ein Experte.
Dazu gehören zum Beispiel:
Doch oft ist es zu spät. Der Körper ist überlastet und die Leistungsfähigkeit nimmt ständig ab. Reer empfiehlt daher vorherige ärztliche oder sportgesundheitliche Untersuchungen.
Nutzen Sie dieses Angebot: Neben Ratschlägen zur richtigen Intensität gibt es oft Tipps zu Technik und Schuhwerk.
Eine Liste der empfohlenen Spezialisten der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention finden Sie hier.
Versuchen Sie, etwa 3 bis 5 Mal pro Woche 30 bis 60 Minuten zu laufen. Wenn Sie es nicht rechtzeitig schaffen, macht das nichts: Jeder Schritt ist gut für Ihre Gesundheit. Allerdings sollten Sie es nicht übertreiben: Übermäßiger Sport kann Ihrem Körper und Geist schaden.
Hören Sie auf Ihren Körper und lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten.
Ja, Laufen ist eine tolle Möglichkeit, Fett zu verbrennen und etwas für Ihre Figur zu tun. Je nach Tempo und Trainingsstand verbrennt man beim Joggen in einer halben Stunde zwischen 300 und 600 Kilokalorien.
Ja, Laufen kann auch gesund für die Psyche sein.
Beim Joggen schüttet Ihr Körper verschiedene Hormone aus, die Stress abbauen und Ihre Stimmung verbessern können. Achten Sie jedoch darauf, sich nicht zu überanstrengen. Wer zu viel und zu schnell möchte, kann Stress verursachen.
Wer regelmäßig spazieren geht, lebt länger.
Dies liegt unter anderem daran, dass Joggen das Immunsystem stärkt und Organfunktionen trainiert.
Es kann vielen Krankheiten vorbeugen. Verbessern Sie Ihre Gesundheit durch Laufen und beginnen Sie noch heute mit dem Laufen. Es ist eine einfache Möglichkeit, mit dem Lauftraining zu beginnen.
Erwähnte Referenzen:
Reproduktion, 153(2), 157-174. Abgerufen am 26. Juni 2024 von https://doi.org/10.1530/REP-16-0318
Blair, PED, Peter T. Katzmarzyk, PhD. Veröffentlicht: 18. Juli 2012 DOI: https://doi.org/10.1016/S0140-6736(12)61031-9
Online-Veröffentlichung: 3. Oktober 2017 https://doi.org/10.1176/appi.ajp.2017.16111223