Weihnachten ist eine Zeit voller Wunder, Liebe und unvergesslicher Momente - und was könnte romantischer sein, als sich auf die Couch zu kuscheln und wunderschönen 5-minütigen Weihnachtsgeschichten für Erwachsene zu lauschen?
Deshalb haben wir zwei fesselnde 5-minütige Weihnachtsgeschichten für Erwachsene vorbereitet.
Ob romantisch oder schmunzelnd: Beide Geschichten lassen den Zauber der Liebe und des Weihnachtsfestes spüren. Also lehnen Sie sich zurück, genießen Sie eine heiße Schokolade und lassen Sie sich verzaubern!
Beide Geschichten können im PDF-Format heruntergeladen werden
1.
Eine romantische Weihnachtsgeschichte für Erwachsene
„Bei Kerzenlicht“
Es war Heiligabend und der kleine Marktplatz der verschneiten Stadt erstrahlte im warmen Schein tausender Weihnachtslichter. Anna stand vor dem riesigen Weihnachtsbaum, den sie seit ihrer Kindheit kannte. Seine Zweige waren mit goldenen Kugeln geschmückt und an der Spitze leuchtete ein heller Stern.
Aber dieses Jahr schien der Baum nicht den gleichen Zauber auszustrahlen wie sonst. Vielleicht weil es in Annas Herzen Zweifel gab, die sie nicht loswerden konnte.
In vier Tagen sollte sie Paweł heiraten, ihren Verlobten, mit dem sie seit drei Jahren verlobt war. Paul war ein wunderbarer Mann - charmant, zuverlässig, ein guter Zuhörer.
Aber war er auch der Mann, den sie liebte? Anna hatte diese Frage wochenlang versteckt, aber jetzt, mitten in der Hektik der Ferienzeit, wurde ihr klar, dass sie die Antwort nicht wusste.
„Was suchst du gedankenverloren im Schnee?“ Eine tiefe, warme Stimme riss sie aus ihren Gedanken. Anna drehte sich um und hielt den Atem an.
Dort stand Jonas, ihr Kinderschatz. Jonas, der ihr Herz gewann und es ohne Abschied nach Australien mitnahm. Jonas, der Grund, warum sie jahrelang nicht an die wahre Liebe geglaubt hat.
„Jonas?“ - fragte sie ungläubig. Ihre Stimme klang zittert, als sie ihn ansah, als wäre er ein Geist. Sein dunkler Mantel war mit Schneeflocken bedeckt und sein Lächeln ließ die Zeit stehen bleiben.
„Was machst du hier?“
„Ich hätte nicht gedacht, dass du mich erkennen würdest.“ Jonah lächelte ironisch. „Ich bin erst gestern zurückgekommen. Und dann hat mir ein alter Freund erzählt, dass ihr beide … verlobt seid.“ Sein Blick wanderte kurz zu ihrer linken Hand, wo ein schlichter Verlobungsring glänzte. „Also dachte ich, ich müsste dich treffen.
Vielleicht um endlich einen Schlussstrich zu ziehen. Oder vielleicht um zu sehen, ob...“
„Was?“ Annas Stimme war nur ein Flüstern. Ihr Herz klopfte in ihrer Brust.
Jonas trat einen Schritt näher, damit sie seinen Mantel riechen konnte, ein Hauch von Schnee und Kälte vermischt mit etwas so Vertrautem, dass ihr schwindelig wurde.
„Um zu sehen, ob ich verrückt bin, ob ich noch Gefühle für dich habe.“
Anna senkte den Blick und spürte, wie die Erinnerungen sie in Wellen überrollten: Sommerabende, als sie am See lagen, ihr erster Kuss auf dem Weihnachtsmarkt, als der Duft gebrannter Mandeln die Luft erfüllte. Aber auch Schmerzen, als er ging. Sie hatte bereits geschworen, Jonas zu verlassen.
Aber jetzt, wo er vor ihr stand, wurde ihr klar, dass ein Teil von ihr ihn nie losgelassen hatte.
„Es hat alles viel zu lange gedauert, Jonas“, sagte sie leise, aber in ihrer Stimme lag keine Überzeugung.
„Vielleicht“, antwortete er. „Aber wissen Sie, was mir in Australien beigebracht wurde? Dass es nie zu spät ist, etwas wirklich Wichtiges zurückzunehmen.“
Er griff in seine Tasche und holte eine kleine, flache Schachtel heraus.
Anna sah ihn an, als er es ihr reichte. Mit zitternden Händen öffnete sie die Schachtel. Darin befand sich ein goldener Anhänger in Form eines Sterns - derselbe Stern, den sie vor vielen Jahren gemeinsam auf dem Weihnachtsmarkt gekauft hatten. Sie kauften es aus einer Laune heraus und schworen, dass sie sich jedes Jahr zu Weihnachten daran erinnern würden.
„Ich habe es immer bei mir getragen“, flüsterte Jonas.
„Und jetzt möchte ich es dir geben. Als Erinnerung an das, was wir hatten. Und vielleicht... was wir sonst noch haben könnten.“
Anna spürte, wie die Welt um sie herum verschwand. Sie wusste nicht, ob es Schneeflocken oder Tränen in ihren Augen waren. In diesem Moment wurde ihr klar, dass sie Paul nicht heiraten konnte.
Es wäre unfair - weder ihm noch sich selbst gegenüber. Ihr Herz hatte sich bereits entschieden.
Jonas griff vorsichtig nach ihrer Hand, und als sich ihre Blicke trafen, spürte Anna, wie alles, was sie verloren zu haben glaubte, in ihr erwachte. "Bist du verrückt?" fragte sie, aber ein kleines Lächeln erschien auf ihren Lippen.
„Vielleicht“, sagte er und lachte leise.
„Aber Weihnachten ist eine Zeit der Wunder.“
Ein Jahr später standen Anna und Jonas genau am selben Ort unter einem funkelnden Stern. Diesmal trugen sie jedoch beide Ringe. Ihre Hochzeit unter dem Weihnachtsbaum war das schönste Geschenk, das sie sich gegenseitig machen konnten.
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