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Lässige Eiterpickel, die beim Zusammendrücken schnell verheilen, kennt wahrscheinlich jeder. Allerdings hat diese harmlose Variante des pyogenen Abszesses wenig gemeinsam mit den äußerst schmerzhaften pyogenen Tumoren, von denen wir hier sprechen.
Denn ein Abszess ist keineswegs harmlos. Wird die Entzündung nicht behandelt, kann sie sich weiter ausbreiten und sogar zu einer Blutvergiftung führen. Im Frühstadium kann eine bewährte adstringierende Salbe zu Hause den Heilungsprozess beschleunigen. Die Behandlung mit schwarzer Salbe führt dazu, dass der Abszess schneller reift und abfließt.
Ein Abszess ist eine Ansammlung von Eiter im Gewebe, das von einer beutelartigen Membran umgeben ist.
Es trennt den Eiter vom restlichen Gewebe. Auf diese Weise verhindert der Körper, dass sich die Infektion weiter ausbreitet. Pyogene Abszesse befinden sich meist direkt unter der Hautoberfläche und können eigentlich an jedem Körperteil auftreten. Besonders unangenehm und schmerzhaft sind Furunkel unter den Armen und im Intimbereich. Auch um den Anus kann sich eine Eiterkapsel bilden, die mit starken Schmerzen einhergeht.
Der Begriff Furunkel wird oft als Synonym für einen eitrigen Abszess verwendet.
Das stimmt nicht ganz. Es handelt sich auch um eine Eiteransammlung unter der Hautoberfläche. Doch ein Furunkel geht immer mit einer Entzündung der Haarfollikel einher - weshalb er nur dort auftritt, wo Haare am Körper vorhanden sind. Es ist jedoch nicht ungewöhnlich, dass sich Furunkel im Laufe der Zeit zu eitrigen Abszessen entwickeln.
Funkel werden oft mit schlechter Hygiene und persönlicher Hygiene in Verbindung gebracht.
Entgegen der landläufigen Meinung hat die Entstehung eines eitrigen Abszesses wenig mit Unreinheit zu tun. Die Entstehung von Abszessen wird meist durch Bakterien verursacht, die zu unserer normalen Hautflora gehören.
Keime erfüllen eine wichtige Aufgabe in unserem Körper - auch auf der Hautoberfläche.
Auf unserer Haut leben verschiedene Mikroorganismen, die als Schutzschild gegen krankheitserregende Keime fungieren. Bakterien sorgen für eine gesunde Hautflora, die für die Aufrechterhaltung des Säureschutzmantels unserer Haut unerlässlich ist. Bei vielen Menschen gehört auch das Bakterium Staphylococcus aureus zur Hautflora - in den meisten Fällen ist es für die Entstehung von Abszessen verantwortlich.
Das Bakterium kommt bei 20 bis 50 Prozent der Menschen auf der Haut- und Schleimhautoberfläche vor, verursacht jedoch in der Regel keine Symptome. Aber auch Streptokokken oder E. coli können dazu führen, dass sich Eiter unter der Hautoberfläche bildet.
Ein pyogener Abszess entsteht immer dann, wenn Keime tiefer als üblich unter die Haut eindringen.
Dies kann bereits bei geringfügigen Schäden an der Hautoberfläche oder bei eingewachsenen Haaren der Fall sein. Dringen Bakterien in tiefere Hautschichten ein, stimulieren die Keime unser Immunsystem. Weiße Blutkörperchen greifen Krankheitserreger an. Dies führt zu einer Infektion, die dann zur Eiterbildung führt. Um eine lokale Entzündung aufrechtzuerhalten, bildet der Körper einen Beutel aus Bindegewebe um den Eiter und die Entzündung.
Dadurch wird verhindert, dass sich Entzündungszellen über die Blutgefäße im gesamten Körper ausbreiten, der entstehende Eiter kann jedoch nicht austreten. Aus diesem Grund heilen eitrige Abszesse in der Regel nicht von selbst ab. Wenn sie nicht rechtzeitig mit Hausmitteln wie Traktionssalbe behandelt werden, muss der Arzt sie öffnen oder teilen.
Eitrige Furunkel sind kein Grund zum Scherzen. Schließlich enthalten sie eine große Menge eitriger Krankheitserreger, die unter Umständen gefährlich sein können. Vorsicht ist besonders geboten, wenn Furunkel im Gesicht auftreten. Dieser Körperbereich ist über kleine Blutgefäße mit dem Gehirn verbunden. Gelangen eitrige Erreger auf diesem Weg ins Gehirn, können sie eine bakterielle Meningitis auslösen. Treten eitrige Knötchen im Gesicht auf, empfiehlt sich in jedem Fall ein Arztbesuch.
Auch eitrige Abszesse im Intimbereich, in den Achselhöhlen und rund um den Anus können ein Problem darstellen. Sie heilen nur schwer ab, da sie ständig mit Keimen in Kontakt kommen.
In jedem Fall sollte jede Manipulation eines eitrigen Abszesses vermieden werden. Gelangen eitrige Erreger in die Blutbahn, kann sich die Infektion auf den gesamten Körper ausbreiten und es kommt zu einer gefährlichen Blutvergiftung (Sepsis).
Eitrige Abszesse treten häufiger bei Patienten mit geschwächtem Immunsystem auf.
Daher erkranken Menschen, die beispielsweise an Diabetes oder einer entzündlichen Darmerkrankung, Morbus Crohn, leiden, deutlich häufiger. Auch das Tragen enger und grober Kleidung kann die Entstehung eines Abszesses begünstigen.
Ein sich entwickelndes Furunkel macht sich zunächst durch ein diffuses Druck- und Spannungsgefühl im betroffenen Bereich bemerkbar.
Nach einiger Zeit treten typische Infektionssymptome auf. Die Hautoberfläche wird rot und heiß - der Hautbereich beginnt bei Bewegung oder Berührung zu schmerzen. Befindet sich die Eiterkapsel nahe an der Hautoberfläche, entsteht eine auffällige Ausbuchtung. Mit fortschreitendem Prozess verschlimmern sich die Symptome.
Betroffene berichten häufig von anhaltenden, pochenden Schmerzen.
Bei größeren Abszessen können diese Symptome mit Übelkeit, Müdigkeit und Fieber einhergehen. Diese Symptome sollten immer von Ihrem Arzt erklärt werden.
Vorsicht ist auch geboten, wenn aus der Entzündungsstelle ein roter Streifen entsteht - dann besteht die Gefahr einer Lymphangitis, umgangssprachlich auch Blutvergiftung genannt. Konsultieren Sie in diesem Fall umgehend Ihren Arzt. Dies gilt auch für Situationen, in denen eitrige Abszesse wiederholt auftreten oder nicht vollständig abheilen.
Bei Abszessen ist Zugsalbe ein häufig eingesetztes und bewährtes Hausmittel.
Es wird jedoch empfohlen, ein Furunkel immer zuerst von einem Arzt untersuchen zu lassen - insbesondere, wenn der Abszess im Gesicht oder in der Nähe des Kopfes auftritt. Die Behandlung mit Traktionssalbe ist völlig ungefährlich, reicht aber als alleinige Behandlungsmöglichkeit nicht in allen Fällen aus. Bei größeren und tiefliegenden Abszessen ist manchmal die Einnahme eines Antibiotikums notwendig, um eitrige Erreger wirksam zu bekämpfen.
Schwarze Traktionssalbe für zu Hause ist eine medizinische Creme mit einem natürlichen Wirkstoff: Ammoniumbituminosulfat.
Diese organische chemische Verbindung wird durch Destillation aus Ölschiefer gewonnen und ist ausdrücklich für den Einsatz in der Humanmedizin zugelassen. Der aus der Natur stammende Wirkstoff vereint viele positive Eigenschaften. Ammoniumbitumensulfat beschleunigt die Reifung des Abszesses und zieht die Infektion buchstäblich aus der Tiefe an die Hautoberfläche.
Dadurch lässt sich die Eiterkapsel leichter öffnen und entleeren. Erst dann beginnt der eigentliche Heilungsprozess. Diese Wirkung verdankt die Salbe ihren entzündungshemmenden und antibakteriellen Inhaltsstoffen. Die Salbe fördert außerdem die Durchblutung des Gewebes und unterstützt so effektiv den Heilungsprozess.
Die Straffungssalbe ist in zwei verschiedenen Stärken erhältlich: 20 % und 50 %.
Je tiefer der eitrige Abszess liegt, desto höher sollte die Konzentration des Wirkstoffs sein.
Die Behandlung mit einer adstringierenden Salbe ist einfach und unkompliziert. Tragen Sie die Salbe einfach in einer dicken Schicht direkt auf die entzündete, schmerzende Hautstelle auf und verteilen Sie sie gleichmäßig.
Anschließend vollständig mit Pflaster, Mull oder Verband abdecken. So kann die medizinische Creme ihre Wirkung optimal entfalten. Reste der Salbe lassen sich leicht mit Wasser und Seife entfernen.
Erneuern Sie den Verband einfach einmal täglich. Es kann 3 bis 5 Tage dauern, bis sich die Eiterkapsel entleert und die Entzündung abzuklingen beginnt.
Dann verschwindet das äußerst unangenehme Spannungsgefühl und der Abszess kann vollständig abheilen und keine Spuren hinterlassen. Um eine Infektion mit anderen Keimen zu verhindern, müssen Hände und benutzte Tücher stets hygienisch sauber sein.
Wirkstoffhaltige Salben beschleunigen in der Regel die Eiterreifung und sorgen für eine schnellere Entleerung des verschlossenen Eiters.
Wenn nach 3-5 Tagen immer noch keine Wirkung eintritt, wird empfohlen, einen Arzt aufzusuchen. Ein eitriger Abszess wird meist operativ unter Narkose eröffnet. Es wird unter keinen Umständen empfohlen, einen eitrigen Abszess selbst zu öffnen oder zu entfernen. Es besteht die Gefahr, dass eitrige Erreger in die Blutbahn oder Lymphflüssigkeit gelangen.