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Ab welcher schwangerschaftswoche überlebensfähig

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von Andrea Berning

Gefahr einer Frühgeburt, Risikoschwangerschaft - unter solchen Umständen zählt jeder Tag im Mutterleib mehr. Möchten Sie wissen, wann Babys überleben können? Hier erfahren Sie alles, was Sie wissen müssen.

Der Bauch ist noch beherrschbar, weder das Kinderbett noch die Wickelkommode sind aufgestellt, der Name fehlt noch - und plötzlich geht es los?

Es ist definitiv zu früh! Möglicherweise werden Ihnen jetzt Möbel und alles andere gestohlen, Sie denken nur noch an Ihr Baby: Wann wird es überleben können? Der kleine Wurm braucht noch Zeit zum Wachsen und Erwachsenwerden, aber er ist noch nicht bereit für die große Welt!

Frühgeburten sind keine Seltenheit, viele Eltern erleben diese stressige, einzigartige Situation.

Im Durchschnitt wird jedes elfte Baby vor der 37. Schwangerschaftswoche (Schwangerschaftswoche) geboren, gilt also als Frühgeborene. Je länger die Schwangerschaft dauert und das Baby im Mutterleib bleibt, desto größer ist natürlich sein Geburtsgewicht und desto größer sind seine Überlebenschancen.

Wann können Kinder überleben?

Wenn ein Baby vor der 22. Schwangerschaftswoche geboren wird, gilt es als nicht lebensfähig. Statistisch gesehen beginnt die Lebensspanne eines Frühgeborenen zwischen der 23. und 25.

ab welcher schwangerschaftswoche überlebensfähig

SSW-Woche, also bis zu vier Monate vor dem erwarteten Entbindungstermin. Ärzte sind verpflichtet, gemeinsam mit den Eltern die Überlebenschancen und das Risiko einer bleibenden Gesundheitsschädigung einzuschätzen und im Einzelfall über die Art der Betreuung des Neugeborenen zu entscheiden. Voraussetzung für die Intensivpflege eines Frühgeborenen ist in Deutschland der Abschluss der 24.

Schwangerschaftswoche.

Die besten Voraussetzungen hierfür bieten Neugeborenen-Intensivstationen in zertifizierten Perinatalzentren. Dank optimaler medizinischer und pflegerischer Behandlung in diesenhochspezialisierten Einrichtungen sowie neuerer medizinischer Fortschritte ist der Anteil Frühgeborener mit bleibenden Behinderungen in den letzten 20 Jahren erfreulicherweise dramatisch gesunken.

Was genau bedeutet das - können sie überleben?

Bei Geburten am Ende24. Schwangerschaftswoche (ab 24+0) - Neugeborene wiegen manchmal weniger als 500 Gramm - die Überlebensrate liegt zwischen 50 und 60 Prozent. Diese extrem frühen Frühgeburten sind mit einem erhöhten Risiko für Komplikationen in den Bereichen des Herz-Kreislauf- und Verdauungssystems, der Lunge, des Gehirns und des Hör- bzw.

Sehvermögens verbunden.

Ab einem Geburtsgewicht von 1.500 Gramm sinkt das Risiko für Komplikationen bei Frühgeborenen deutlich. Mit jedem weiteren Schwangerschaftstag im Mutterleib steigt die Überlebenschance; Am Ende der 25. Schwangerschaftswoche sind es bereits etwas über 80 Prozent und zwischen28.

Wocheund in der 32. Woche sind es sogar 96 Prozent. Auch das Risiko gesundheitlicher Probleme beim Kind wird entsprechend reduziert.

Kann eine vorzeitige Wehentätigkeit durch einen Arztbesuch hinausgezögert werden?

Wenn aufgrund vorzeitiger Wehen eine sehr frühe Geburt vorhergesagt werden kann oder medizinische Gründe vorliegen, die die Wahrscheinlichkeit einer Frühgeburt erhöhen (z.

B. Untergewicht, Zervixinsuffizienz, Übergewicht, frühere Frühgeburt, Mehrlingsschwangerschaft, Empfängnis durch künstliche Befruchtung), können Ärzte verschiedene Maßnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass das Baby möglichst viele Wochen und Tage im Mutterleib bleibt. Bettruhe ist nach derzeitigem Wissensstand nur in wenigen Ausnahmen notwendig.

  • Wehenhemmersind Medikamente, die entweder die Kontraktion der Gebärmuttermuskulatur verhindern (Betasympathomimetika, Kalziumantagonisten) oder die dafür notwendigen Botenstoffe blockieren (Prostaglandinsynthesehemmer, Oxytocinantagonisten) und so die Wehentätigkeit um mehrere Tage verzögern können.
  • Wenn das Risiko einer Frühgeburt besonders hoch ist, Ärzte führen Operationen durch.

    Schließen Sie den Gebärmutterhals. Der Fachbegriff lautetCerclage. Unter Vollnarkose oder örtlicher Betäubung wird ein Band (Gummiband) um den Gebärmutterhals gelegt und gestrafft.

  • In der gegebenen Zeit kann die Mutter die sogenannte Lungenreifungsspritze erhalten. Glukokortikoide (Kortison) beschleunigen die wichtige Reifung der Lunge des ungeborenen Kindes.
  • Wird nun die Vaginalflora der Mutter auf Krankheitserreger untersucht, kann bei Bedarf ein Antibiotikum einer aufsteigenden Infektion vorbeugen und vor allem bei einer Infektion des Kindes direkt nach der Geburt eine entsprechende Behandlung eingeleitet werden.

  • Wenn trotz aller Bemühungen eine Frühgeburt unvermeidlich ist, kann die Schwangere eine hochdosierte Magnesiuminfusion erhalten. Dadurch soll das Gehirn des Kindes vor Schäden geschützt werden.

Was fehlt diesen kleinen Babys im Vergleich zu ausgetragenen Babys?

Obwohl zwischen der 24. und 27. Schwangerschaftswoche bereits alle Organe des Babys ausgebildet sind, ist es noch nicht in der Lage, alle Phasen der Embryonalentwicklung zu durchlaufen.

Daher sind einige Systeme noch lange nicht vollständig entwickelt:

  1. Lungenfunktion: Erst ab etwa der 34. Schwangerschaftswoche produziert die Lunge Surfactant in ausreichender Menge. Diese Emulsion bedeckt die Lunge mit einer dünnen Schicht und erhält unter anderem die Stabilität der Lungenbläschen. Nur dann kann sich die Lunge entwickeln und eine selbstständige Atmung ermöglichen.

    Frühgeborenen vor der 34. Woche fehlt Tensid, daher werden sie nach der Geburt meist künstlich über eine Nasenmaske beatmet.

  2. Herz-Kreislauf-System: Da das Herz eines Frühgeborenen noch nicht regelmäßig schlägt, werden seine Vitalfunktionen genau überwacht. Darüber hinaus dauert es einige Zeit, bis die Veränderungen im Kreislaufsystem abgeschlossen sind - in der Gebärmutter umgeht das Blut schließlich den Lungenkreislauf und nimmt über die Nabelschnur Sauerstoff aus der Plazenta auf.
  3. Wärmeregulierung: Da die Haut von Frühgeborenen sehr dünn ist und ihnen Unterhautfett fehlt, können sie ihren Wärmehaushalt noch nicht regulieren und kühlen schnell aus.

    Ein warmes Bett (Inkubator) hält sie in dieser Phase warm.

  4. Immunsystem: Das Immunsystem von Frühgeborenen ist noch sehr schwach, jeder Keim bedeutet ein hohes Infektionsrisiko. Um Infektionen vorzubeugen, setzen Ärzte häufig Antibiotika ein.
  5. Ernährung und Verdauung: Der Schluckreflex ist noch nicht ausgeprägt und auch ganz kleinen Frühgeborenen fehlt die Kraft zum Saugen.

    Sie können dann über eine Magensonde ernährt werden. Auch diese Babys brauchen Unterstützung bei der Ausscheidung, bis ihre Darm- und Bauchmuskulatur stark genug ist, um dem Druck standzuhalten.

  6. Hämatopoese: Bis Frühgeborene genügend Blutzellen produzieren, können Transfusionen die Blutparameter verbessern.

Was können Eltern jetzt tun?

Statt Glück und Freude dominieren bei der Geburt des Babys viele Wochen zu früh Sorgen und Ängste. Wenn auf der Intensivstation ein kleines Bündel Kabel und Schläuche an einem warmen Bett angeschlossen liegt, fühlen sich Eltern furchtbar hilflos. Dies ist jedoch nicht der Fall.

Für die Entwicklung eines Neugeborenen ist es sehr wichtig, einen unmittelbaren Kontakt herzustellen - über die Stimme oder direkt über die Haut.

Dies ist auch möglich, wenn sich das Baby in einem Brutkasten (Inkubator) befindet.

Experten empfehlen die sogenannte Känguru-Zucht möglichst frühzeitig. Ein Frühgeborenes liegt nur mit einer Windel auf der nackten Haut der Brust der Mutter oder des Vaters. Dort spürt Ihr Baby Ihre Wärme, den vertrauten Herzschlag und kann die verpasste Kuschelzeit im Mutterleib nachholen.

Dies erhöht nachweislich die Überlebenschancen von Frühgeborenen. Es hilft Eltern auch dabei, ihre Bindung zu dem kleinen, zarten Geschöpf aufzubauen und zu stärken.

Wann können Frühgeborene endlich nach Hause?

Babys, die zwischen der 24. und 27. Schwangerschaftswoche geboren werden, können nur dann aus dem Krankenhaus entlassen werden, wenn sie weiter an Gewicht zunehmen, sich gut ernähren und eine stabile Organfunktion haben. Dies geschieht in der Regel nicht vor der 38.

Schwangerschaftswoche, also wenn der Geburtstermin naht oder das Baby mehr als 2.500 Gramm wiegt.

Als Eltern: Auch Sie brauchen jetzt Unterstützung. Stellen Sie im Perinatalzentrum endlose Fragen, nehmen Sie Kontakt zu Eltern in einer ähnlichen Situation auf und holen Sie sich Hilfe von Familie und Freunden. Vergessen Sie nicht, sich um Ihre Bedürfnisse zu kümmern: gesunde Ernährung, körperliche und geistige Regeneration, Ruhe und Schlaf.

Dann sind Sie am besten für Ihr zu früh geborenes Kind da.

Quellen:

ELTERN

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