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Viele Frauen kennen Heißhungerattacken, wenn ihre Periode naht (prämenstruelle Phase), meist nach Süßigkeiten und Kohlenhydraten wie Chips, Burgern und Pizza, oder nach Eis, Kuchen und Schokolade. Möglicherweise haben Sie das Gefühl, dass Ihr Körper Sie aus der Ferne kontrolliert und das Verlangen nach süßen, fettigen oder salzigen Speisen nicht stoppen kann.
Neben Stimmungsschwankungen, Konzentrationsschwierigkeiten und Brustspannen ist Heißhunger eines der häufigsten typischen prämenstruellen Symptome.
Es ist noch nicht endgültig geklärt wissenschaftlich erklärt und erforscht, es gibt jedoch Ansätze und Theorien, die erklären, wie es zu Heißhungerattacken vor der Periode kommt.
Veränderungen der prämenstruellen Spannung stehen in erster Linie im Zusammenhang mit hormonellen Veränderungen, die während des Zyklus auftreten.
Die Empfindlichkeit des Gehirns gegenüber Insulin hat großen Einfluss auf den Stoffwechsel und das Essverhalten.
Bei Frauen hat der Menstruationszyklus jedoch einen erheblichen Einfluss auf die Insulinsensitivität.
In der zweiten Hälfte des Zyklus scheint das Gehirn von Frauen nur geringfügig auf Insulin zu reagieren. Die Insulinresistenz im Gehirn kann zur Insulinresistenz im gesamten Körper beitragen
Erhöhter Kalorienbedarf „dank“ Progesteron, dem Corpus luteum oder dem Schwangerschaftshormon (lateinisch: pro gestare).
Das Hormon bereitet alles auf Schwangerschaft und Empfängnis vor und es werden Reserven dafür geschaffen: ein großer Appetit auf Kohlenhydrate und Proteine.
Studien zufolge regt Progesteron die Ausschüttung von Ghrelin an, einem Hormon, das das Hungergefühl steigert. Darüber hinaus reduzieren Östrogen und Progesteron die Freisetzung von Kohlenhydratspeichern in der Leber.
Der Körper neigt dazu, im Falle einer möglichen Schwangerschaft Energiereserven zu schonen. Gleichzeitig beeinflussen Hormone Botenstoffe im Gehirn: Nach dem Eisprung und einige Tage vor der Menstruation sinkt der Dopamin- und Serotoninspiegel unserer Glückshormone. Die Folge sind schlechte Laune, Gereiztheit und Stimmungsschwankungen.
Der Körper wirkt dem entgegen und versucht durch Heißhungerattacken und entsprechende Heißhungerattacken die Aufnahme essentieller Nährstoffe aus der Nahrung sicherzustellen.
Östrogen hat eine Wirkung auf COMT (= O-Methyltransferase).
Catechol) und MAO (= Monoaminoxidase)
COMT und MAO sind Enzyme (= Scheren), die die aktivierenden Neurotransmitter (= Überträgerstoffe im Gehirn) Dopamin, Noradrenalin, Adrenalin und Serotonin abbauen und so Verhalten, Wohlbefinden und das Herz-Kreislauf-System beeinflussen.
Menschen sind unterschiedliche „aktive“ Varianten von COMT und MAO und Östrogen hemmt die Bildung dieser beiden Enzyme.
Das bedeutet, dass Östrogen zu Beginn des Zyklus, wenn es ansteigt, die Bildung von COMT und MAO hemmt und so indirekt den Spiegel der Neurotransmitter Noradrenalin, Adrenalin, Dopamin und Serotonin erhöht.
1. Mittlerer Zyklus (= Östrogen-dominiert): Die „Glow“-Phase, Sie sind aktiver, sozial offener und glücklicher.
Dies ist hauptsächlich auf einen erhöhten Dopaminspiegel zurückzuführen. „Sparkle“ macht auch aus evolutionärer Sicht Sinn, weil sich die erste Hälfte des Zyklus auf Befruchtung und Schwangerschaft konzentriert, Männer mehr Anziehung erfahren und Frauen Konkurrenzverhalten erleben.
2. Zyklusmitte (= Progesteron-Dominanz): Progesteron verhindert indirekt die hemmende Wirkung von Östrogen auf die COMT- und MAO-Bildung.
Deshalb: Dopamin, Noradrenalin, Adrenalin und Serotonin werden zunehmend abgebaut (keine aktivierende Wirkung).
COC („die Pille“) simuliert die zweite Zyklushälfte und wirkt sich entsprechend auf die Stimmung aus.
Vorab: Heißhungerattacken vor der Menstruation sind völlig normal und natürlich!
Viele Frauen kennen dieses Gefühl und gehen diese Tage sehr individuell an. Es ist auch klar, dass das Trinken eines Schlucks Wasser Sie eher zum Lachen bringt, als dass es tatsächlich hilft, wenn Sie ein starkes Verlangen nach einem bestimmten Essen verspüren. Allerdings leiden viele Menschen, die von diesem Problem betroffen sind, sehr unter Wünschen und brauchen Hilfe.
Deshalb hier eine Sammlung von Tipps:
Bereiten Sie gesunde Alternativen vor, auf die Sie zurückgreifen können, wenn Sie Lust dazu haben.
Hallo, mein Name ist Konstantin und ich bin Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe. Nach meinem Medizinstudium in München war ich von 2015 bis 2020 in der Klinik der Maximalversorgung in Kassel tätig. Dort habe ich unzählige spannende Fälle bearbeitet, an Hunderten Entbindungen teilgenommen und umfangreiche medizinische Erfahrungen gesammelt.
Seit 2020 widme ich mich der ärztlichen Praxis in meiner eigenen gynäkologischen Praxis in Kassel.
Im Kontakt mit meinen Patientinnen wurde mir bewusst, wie schwierig es für medizinische Laien ist, echte Fachinformationen von Mythen und Online-Panik zu unterscheiden. Deshalb habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, fundiertes Wissen in meinen Fachgebieten zu vermitteln - in vielfältigen Formaten, verständlich und unterhaltsam.