Hunde sind sehr soziale Tiere. Wie ihre Vorfahren, die Wölfe, leben sie ursprünglich in Rudeln mit einer klaren Hierarchie. Wenn sie mit Menschen zusammenleben, integrieren sie sich in ihre „soziale Herde“ und bauen starke Bindungen auf. Dank jahrtausendelanger Anpassung sind Hunde erstaunlich gut darin, die Körpersprache und Stimmung von Menschen zu interpretieren: Sie können anhand unserer Mimik, Stimme und unseres Geruchs erkennen, wie wir uns fühlen.
Hunde „lesen“ menschliche Gesten intuitiv - selbst Straßenhunde, die keine enge Erfahrung mit Menschen haben, verstehen von Natur aus klare Handzeichen, wie zum Beispiel das Zeigen. Insgesamt verstehen Hunde uns Menschen besser als jedes andere Tier, was ihre einzigartige Stellung als Begleiter erklärt.
Die Kommunikation zwischen Hunden erfolgt durch Lautäußerungen (Bellen, Knurren, Heulen), Körperhaltung und Geruchssignale.
Im Vergleich zu Wölfen bellen Hunde deutlich häufiger - das Bellen dient unter anderem der Warnung oder der Kontaktaufnahme. Beispielsweise können Hunde die Größe eines anderen Hundes anhand des Tons seines Knurrens beurteilen. Über Geruchsspuren (Urin) übermitteln sie anderen Arten komplexe Informationen wie Geschlecht, Alter, Gesundheit und Stimmung.
Im Kontakt mit Menschen passen sich Hunde flexibel an die Kommunikation an: Neben Geräuschen verwenden sie eine Menge Körpersprache (Schwanzwedeln, Ohrhaltung, Blickkontakt etc.), auf die der Mensch reagiert.
Hunde gelten als sehrintelligent und lernfähig.

Sie können eine Vielzahl von Befehlen und Begriffen lernen - einzelne, einzigartige Hunde können mehrere hundert Wörter lernen, die Objekte oder Handlungen bezeichnen. Hunde verstehen in der Regel die Bedeutung von Gesten (z. B. Zeigen) und einzelnen Signalwörtern und können verschiedenste Aufgaben erlernen. Border Collies gehören beispielsweise zu den intelligentesten Rassen und erfordern viel geistige Aktivität.
Experimente zeigen, dass Hunde sogar einfache Kategorien bilden können: Ein trainierter Hund konnte über 1000 Objekte anhand ihres Namens unterscheiden und verstand, dass Begriffe wie „Spielzeug“ alle Objekte einer bestimmten Kategorie umfassten.
Im Alltag drückt sich die Intelligenz von Hunden in ihrer Fähigkeit aus, Probleme zu trainieren und zu lösen - viele Hunde lernen zum Beispiel, wie man Türen oder Futterbehälter öffnet.
Auch ihr Gedächtnis ist außergewöhnlich; Hunde können sich jahrelang an Menschen und Orte erinnern. Auch ihr Sozialsinn ist hoch entwickelt: Hunde reagieren auf menschliche Emotionen und zeigen Empathie, was sie als Therapietiere so wertvoll macht.