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Alleinsein gehört zum täglichen Leben vieler Hunde, aber Sie müssen lernen, „Ihren Hund in Ruhe zu lassen“. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie Ihren Hund stressfrei an das Alleinsein gewöhnen, welche Vorbereitungen wichtig sind und wie lange Ihr Hund allein zu Hause bleiben kann.
Bevor Sie mit dem eigentlichen Training beginnen, Ihren Hund in Ruhe zu lassen, ist eine gute Vorbereitung entscheidend.
Die Idee besteht darin, Ihrem Hund ein sicheres Gefühl zu geben, wenn er alleine zu Hause ist. Schaffen Sie eine Umgebung, in der sich Ihr Vierbeiner wohlfühlen und ausruhen kann.
Gehen Sie in der Wohnung umher und entfernen Sie alles, was Ihrem Hund gefährlich werden könnte, wenn er nicht beaufsichtigt wird.
Dazu gehören:
usw.).
Denken Sie auch an offene Fenster oder Terrassentüren - sind sie gesichert, damit Ihr Hund nicht raus kann?
Geben Sie Ihrem Hund einen dauerhaften Ort, an dem er sich sicher fühlt, wenn er alleine zu Hause ist.
Dies könnte sein:
Platzieren Sie vertraute Gegenstände in diesem Bereich, zum Beispiel sein Lieblingsspielzeug oder eine Decke, die nach Ihnen riecht. Dadurch entstehen positive Assoziationen mit dem Ort und Ihr Hund fühlt sich wohler, wenn er allein ist.
Das Training Ihrem Hund allein sollte schrittweise und geduldig erfolgen.
Beginnen Sie mit kurzen Zeiträumen und steigern Sie diese langsam. Es ist wichtig, dass Ihr Hund lernt, dass Ihre Abwesenheit nichts Negatives bedeutet.
Beginnen Sie mit sehr kurzen Trainingseinheiten. Verlassen Sie den Raum für ein paar Sekunden und kehren Sie sofort wieder zurück, bevor Ihr Hund Angst bekommt.
Bleiben Sie ruhig und still - verabschieden Sie sich nicht überschwänglich und begrüßen Sie den Hund nicht mit einem Sturm, wenn er zurückkommt. Das Ziel ist, dass das Alleinsein zur Norm wird.
Erhöhen Sie nach und nach die Zeiträume, in denen Sie den Hund alleine lassen.
Verlassen Sie beispielsweise den Raum, schließen Sie die Tür und bleiben Sie eine Minute draußen, dann zwei Minuten, dann fünf Minuten und so weiter. Beobachten Sie Ihren Hund sorgfältig. Wenn er Anzeichen von Stress zeigt (Jammern, Bellen, Unruhe), haben Sie die Zeit zu schnell verlängert. Machen Sie einen Schritt zurück und üben Sie wieder kürzere Intervalle.
Verstärken Sie Ihren Hund positiv, wenn er in Ihrer Abwesenheit ruhig und entspannt bleibt.
Wenn Sie zurückkommen und feststellen, dass sich Ihr Hund gut benimmt, loben Sie ihn ruhig und geben Sie ihm eventuell eine kleine Belohnung (ein Leckerli, ein kurzes Spiel). Vermeiden Sie es, ihn zu trösten oder zu bemitleiden, wenn er gestresst ist, da dies sein ängstliches Verhalten verstärken kann. Ignorieren Sie störende Verhaltensweisen und belohnen Sie Ruhe und Entspannung.
Um sich die Zeit für Ihren alleinstehenden Hund zu vertreiben und Langeweile vorzubeugen, können Sie verschiedene Aktivitätsmöglichkeiten anbieten.
Intelligente Spielzeuge sind eine großartige Möglichkeit, Ihren Hund geistig herauszufordern, wenn Sie nicht zu Hause sind.
Es gibt verschiedene Varianten, bei denen der Hund durch Lösen von Rätseln, Schieben oder Drehen Leckerlis oder Futter freischalten muss. Das hält ihn beschäftigt und lenkt ihn von Ihrer Abwesenheit ab.
Ein sicherer Kausnack, wie zum Beispiel ein getrockneter Kauknochen oder ein ausgestopfter Kong, kann Ihren Hund eine Weile beschäftigen und gleichzeitig Stress reduzieren.
Stellen Sie sicher, dass der Kausnack für Ihren Hund sicher ist und er keine großen Stücke abbeißen oder verschlucken kann.
Manche Hunde fühlen sich wohler, wenn leise Geräusche im Hintergrund abgespielt werden, wenn sie sich selbst überlassen bleiben.
Ein leises Radio oder beruhigende Musik können eine angenehme Atmosphäre schaffen und Außengeräusche überdecken.
Die Frage „Wie lange lebt ein Hund alleine?“ Eine pauschale Antwort lässt sich nicht geben, da es von verschiedenen Faktoren abhängt, vom Alter des Hundes, von seinem individuellen Temperament und davon, wie gut er an das Alleinsein gewöhnt ist.
Welpen und sehr junge Hunde sollten generell nicht über längere Zeiträume allein zu Hause gelassen werden, da sie noch viel Aufmerksamkeit und Pflege benötigen.
Auch ältere Hunde oder Hunde mit gesundheitlichen Problemen benötigen möglicherweise mehr Aufmerksamkeit und können nicht so lange allein gelassen werden wie ein gesunder erwachsener Hund. Manche Rassen sind eigenständiger als andere, aber auch hier gilt: Jeder Hund ist individuell.
Beobachten Sie Ihren Hund aufmerksam.
Wie verhält er sich, wenn du nach Hause kommst? Ist er entspannt und ruhig oder gestresst und ängstlich? Das Verhalten Ihres Hundes zeigt an, wie wohl er sich alleine fühlt. Beginnen Sie mit kürzeren Zeiträumen und steigern Sie diese langsam, indem Sie das Verhalten Ihres Hundes beobachten.
Im Allgemeinen kann ein erwachsener, gesunder Hund, der gut an das Alleinsein gewöhnt ist, maximal 4-5 Stunden allein zu Hause gelassen werden.
Längere Zeiträume sollten vermieden werden. Auch in Deutschland gibt es Tierschutzgesetze, die vorschreiben, dass Tiere artgerecht gehalten und auf ihre Bedürfnisse eingegangen werden müssen. Das bedeutet auch, dass Hunde nicht über einen längeren Zeitraum allein gelassen werden dürfen. Im Zweifelsfall ist es immer besser, die Alleinzeit des Hundes so weit wie möglich einzuschränken oder einen Vormund zu beauftragen.
Weitere Informationen zum Tierschutz finden Sie beispielsweise auf der Website des Deutschen Tierschutzbundes.
Manche Hunde entwickeln Trennungsangst, wenn sie zu Hause gelassen werden allein.
Hierbei handelt es sich um eine schwerwiegende Verhaltensstörung, die professionelle Hilfe erfordert.
Achten Sie auf die folgenden Symptome, die auf Trennungsangst bei Hunden hinweisen können:
Suchen Sie professionelle Hilfe
Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Hund unter Trennungsangst leidet, suchen Sie professionelle Hilfe bei einem Tierarzt oder einem qualifizierten Hundetrainer, der auf Verhaltenstherapie spezialisiert ist. Trennungsangst bei Hunden ist behandelbar, erfordert jedoch Geduld, Training und gegebenenfalls Medikamente in Absprache mit Ihrem Tierarzt.
Ignorieren Sie die Symptome nicht, sondern handeln Sie zum Wohle Ihres Hundes.
Nützliche Informationen und Unterstützung zum Hundeverhalten finden Sie auch bei ENPEKA - der Deutschen Gesellschaft für Tierpsychologie.
Den Hund in Ruhe zu lassen ist ein Lernprozess, der Zeit und Geduld erfordert.
Mit der richtigen Vorbereitung, ausführlichem Training und viel positiver Verstärkung kann Ihr Hund gelassen mit der Einsamkeit umgehen. Denken Sie daran, die Bedürfnisse Ihres Hundes immer an die erste Stelle zu setzen und professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn Sie Anzeichen von Trennungsangst bei Hunden bemerken.
So schaffen Sie die Basis für ein glückliches und entspanntes Zusammenleben mit Ihrem Vierbeiner - auch wenn er manchmal alleine zu Hause gelassen werden muss.