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Das klare Ziel ist es, die Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren. Die Umweltpolitik legt diesbezüglich bestimmte Regeln fest. In diesem Artikel erklären wir Ihnen, welche Grundsätze der Umweltpolitik es gibt, welche Instrumente der Staat in seiner Umweltpolitik einsetzt und welche Ziele er im Rahmen der Umweltpolitik verfolgt.
Schauen wir uns zunächst an, was der Begriff Umweltpolitik bedeutet.
Umweltpolitik bezeichnet alle wirtschaftspolitischen Maßnahmen, die darauf abzielen, die Qualität der Umwelt zu verbessern und sie vor schädlichen Auswirkungen der Wirtschaft zu schützen.
Dazu gehören Konzepte wie das Verursacherprinzip, das die Kosten der Umweltverschmutzung denjenigen zuschreibt, die sie verursachen, und das Vorsorgeprinzip, das vorbeugende Maßnahmen fördert. Darüber hinaus spielt dasKooperationsprinzip eine wichtige Rolle bei der Unterstützung der Zusammenarbeit verschiedener Akteure zur Reduzierung von Umweltschäden.
Die Ressourcenauf unserer Erde sind nicht unbegrenzt.
Daher ist es besonders wichtig, sorgfältig mit ihnen umzugehen, um so wenig wie möglich zu verschwenden. Der wirtschaftliche Aufschwung, insbesondere in den Industrieländern, bringt erhebliche Belastungen für die Umwelt mit sich. Die Sicherung von Ökosystemen für zukünftige Generationen und die Wiederherstellung bereits geschädigter Ökosysteme ist zeitaufwändig und erfordert komplexe Maßnahmen.
Der Schutz der Umwelt ist nicht nur in der Gegenwart, sondern auch in der Zukunft wichtig.
Was sollten Sie also beachten? Wie werden Böden geschützt? Wie können wir eine (weitere) Verschmutzung von Grundwasser und Meeren verhindern? Was beeinflusst die Luft und das Klima?
Umweltpolitische Ziele können in kurz- und langfristige Ziele unterteilt werden.
Die Reduzierung der Emission von Stoffen, die Boden, Luft und Wasser verschmutzen, ist ein kurzfristiges Ziel.
Langfristig sollen betriebliche und wirtschaftliche Interessen koordiniert werden, um einen langfristigen Umweltschutz zu gewährleisten.
Aus Produktionssicht sollte die Umwelt nicht als kostenloses Gut betrachtet werden. Die Entfernung von Schadstoffen in Wasser oder Luft kann nicht willkürlich erfolgen. Dadurch entsteht einerseits ein Anreiz, umweltfreundlich und emissionsarm zu produzieren.
Andererseits werden Produkte auf dem Markt attraktiver, wenn sie umweltfreundlich hergestellt werden.
Sie wissen bereits, was Umweltpolitik ist und welchen Zwecken sie dient. Doch was sind die Prinzipien der Umweltpolitik?
Ein Prinzip (abgeleitet vom lateinischen principium) ist der Maßstab oder die Grundlage menschlichen Handelns.
Auf dieser Basis wird festgelegt, welche Regeln und Funktionen vorhanden sind.
Das Prinzip stellt somit ein allgemeingültiges Grundprinzip dar. Umweltpolitik stellt umfassende Maßnahmen zum Schutz und zur Sanierung der Umwelt dar. Einige davon sind gesetzlich festgelegt.
Gesetzliche Bestimmungen legen unter anderem fest: Obergrenzen bzw.
Grenzwerte. Beispielsweise können Wärmekraftwerke nur eine begrenzte Menge an belasteten Abgasen produzieren und an die Luft abgeben.
Umweltpolitik basiert auf vier allgemeinen Grundsätzen. Zu jedem Prinzip finden Sie eine kurze Erklärung und relevante Beispiele.
Das erste Prinzip der Umweltpolitik ist das Verursacherprinzip.
Beim Verursacherprinzip trägt der Verursacher die Kosten der Verschmutzung und der Umweltschäden.
Hersteller erfassen sie als externe Kosten, die in die Berechnung der Unternehmensrentabilität einfließen. Dieses Prinzip ist ein zentraler Bestandteil der Umweltpolitik, da es Anreize zur Förderung umweltfreundlicher Praktiken schafft und die Verantwortung für Umweltschäden klärt. Durch die Anwendung des Verursacherprinzips können Unternehmen ihre Auswirkungen auf die Umwelt besser steuern und zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen.
Ziel des Verursacherprinzips ist es, sparsam, aber schonend und sinnvoll mit der Umwelt umzugehen.
Verantwortlich dafür ist jeder, der die Umwelt belastet, belastet oder eine Gefahr für sie darstellt. Da jedoch oft nicht genau ermittelt werden kann, wer für Umweltverschmutzung verantwortlich ist, ist dieses Prinzip mitunter problematisch.
Die Kosten von Umweltschäden werden betriebswirtschaftlich als externe Kosten erfasst. Das bedeutet, dass der Verantwortliche dafür aufkommt.Beispielsweise werden Gebühren erhoben, Umweltgebühren für Abwasser erhoben oder neue Produktionsprozesse und Standards müssen entwickelt werden.
Für die Entsorgung von Schmutzwasser beträgt die Gebühr beispielsweise in München derzeit 1,56 Euro pro Kubikmeter - mindestens umsatzsteuerfrei.
Das zweite Prinzip der Umweltpolitik ist das Vorsorgeprinzip.
Das Vorsorgeprinzip in der Umweltpolitik zielt darauf ab, potenzielle Umweltbelastungen zu vermeiden.
durch vorbeugende Maßnahmen. Dieser Grundsatz fördert von Anfang an einen umsichtigen Umgang mit der Umwelt und zielt darauf ab, die Kosten der Umweltverschmutzung zu minimieren. Im Gegensatz zum Verursacherprinzip, bei dem die Verantwortung beim Verursacher liegt, basiert das Vorsorgeprinzip auf proaktiven Maßnahmen zur Schadensverhütung und zum Schutz der Umwelt.
Das Vorsorgeprinzip zielt auf die langfristige Reduzierung negativer Umweltfolgen ab und umfasst folgende Aspekte:
Maßnahmen zur Vermeidung potenzieller Umweltschäden umfassen beispielsweise Emissionsminderung, Abwasserbehandlung und den sparsamen Umgang mit Umweltgütern.
Ziel der Bundesregierung ist es beispielsweise, bis 2030 die Treibhausgasemissionen in Deutschland um 65 % (im Vergleich zu 1990) zu reduzieren. Die Abkommen des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen sind Vorbild und Bezugspunkt für die Regierung.
Das dritte Prinzip der Umweltschutzpolitik ist das Lastenteilungsprinzip.
Beim Lastenteilungsprinzip werden die durch Umweltverschmutzung entstehenden Kosten von der Gesellschaft getragen.
Dieses Prinzip steht im Gegensatz zum Verursacherprinzip, nach dem die Kosten von denjenigen getragen werden, die die Umweltverschmutzung verursachen. Das Vorsorgeprinzip und das Genossenschaftsprinzip sind weitere Ansätze der Umweltpolitik, die darauf abzielen, umweltfreundliches Handeln zu fördern und zukünftige Schäden zu verhindern.
Das Shared-Burden-Prinzip verteilt die Verantwortung für Umweltkosten auf die gesamte Gesellschaft und regt eine Diskussion über Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit in der Umweltpolitik an.
Wenn ein im Verursacherprinzip beschriebenes Problem auftritt, bei dem nicht ermittelt werden kann, wer für einzelne Umweltbelastungen verantwortlich ist, kommt das Shared-Burden-Prinzip ins Spiel.
Anwendung. Dadurch soll der Schaden verteilt werden.
Dies gilt beispielsweise für dieRekultivierung von Tagebauen, Mülldeponien und ehemaligen Deponien. Gemeint sind Maßnahmen zur Wiederherstellung von Landschaft und Natur, die durch große menschliche Eingriffe geschädigt wurden.
Die durchschnittlichen Gebühren für Nachsorgekosten auf Hausmülldeponien betragen ca.
250 Euro pro Quadratmeter und 17,5 Euro pro Kubikmeter (inkl. Oberflächenversiegelung und Sanierung).
Auf der Deponie United Ville sind etwa 99 Hektar mit Abfällen aus der Verbrennung von Hausmüll belegt. Als Rechenbeispiel entspricht dies einem Durchschnittsgehalt von 247.500.000 Euro. Dieser Betrag wird in Form von Müllgebühren an die Allgemeinheit verteilt.
Die Berechnungen basieren auf Zeiträumen von 30 bis 80 Jahren und auf der Grundlage der Technischen Anleitung zur Verwertung, Behandlung und sonstigen Beseitigung von Siedlungsabfällen (TASi).
Der vierte und letzte Grundsatz der Umweltpolitik ist der Grundsatz der Zusammenarbeit.
Dank dem Grundsatz der sozialen Zusammenarbeit Akteure wie Bürger, Unternehmen und Staat übernehmen gemeinsam Verantwortung für den Umweltschutz.
Auch als Gemeinschaftsprinzip bekannt, zielt es darauf ab, den Umweltschutz als Gemeinschaftsaufgabe zu verankern. Dieser Grundsatz ist ein zentraler Bestandteil der Umweltpolitik, da er die Zusammenarbeit aller Beteiligten zur Reduzierung von Umweltauswirkungen und zur Minimierung von Umweltkosten fördert. Dies steht im Einklang mit dem Verursacherprinzip und dem Vorsorgeprinzip, die ebenfalls wichtige Aspekte der Umweltpolitik sind.
Beispielsweise können Bürger nach dem Prinzip der Zusammenarbeit Einfluss auf die Planung von Bauvorhaben nehmen. Damit bei der Umsetzung umweltpolitischer Ziele auch andere Bereiche nicht außer Acht gelassen werden, arbeiten mehrere Akteure zusammen.Dazu gehören Bürger, Umweltverbände, Kirchen, Wirtschaft und Forschung.
Beispielsweise fragte man sich 2004 in München, ob neue Wolkenkratzer gebaut werden könnten.
Daher beschlossen die Bürger, dass Häuser nicht höher als 100 Meter wachsen sollten.
Der Staat, bestehend aus Bund, Ländern und Kommunen, durch spezifischeInstrumente.
| Instrument | Beispiel |
| Planung | Allgemeine Planung | Plangenehmigung | Umweltverträglichkeitsprüfung |
| Befehl | Gebote | Verbote | Anmelden | Informationen | Meldepflicht |
| Einsparungen | Gebühren | Steuern | Lizenzen | Zuschüsse |
| Informationen | Erleuchtung | Vereinbarungen | Engagement |
Umweltpolitische Instrumente lassen sich weiter in Präventions- und Sanierungsmaßnahmen unterteilen.
Letztere unterteilen sich in Subventionen und Staatsausgaben. Hinsichtlich der Sicherheitsvorkehrungen gibt es richtungsweisende (staatlich regelnde) Lösungen sowie Gebote und Verbote, unterteilt in Produktionsprozessanforderungen, Produktionsvorschriften und Emissionsanforderungen. Darüber hinaus gibt es Marktlösungen wie freiwillige Zusammenarbeit, Bildung, Umweltverantwortung, Umwelthandel mit Umweltlizenzen sowie Kompensationslösungen und Mitbesteuerung.
Grüne Steuern sind Produktsteuern, Emissionssteuern oder Prozesssteuern.
Es gibt weitere Wirtschafts- und Marktinstrumente, um Verschmutzung und Umweltschäden weiter zu reduzieren. Um das maximale Niveau zu erreichen, werden Grenzwerte festgelegt. Schadstoffe, Emissionen werden besteuert und Emissionsrechte gehandelt.
Grenzwerte definieren die maximal zulässige Menge an Schadstoffen. Das sorgt für ökologische Effizienz. Idealerweise sollte der Preis so hoch sein wie der verursachte Schaden. Der Erlös kann dann direkt zur Sanierung und zum Ausgleich oder zumindest zur Schadensminderung verwendet werden.
Die Emissionssteuer bzw.
CO2-Steuer zielt darauf ab, den Konsum zu besteuern und langfristig zu reduzieren. Je mehr Sie konsumieren, desto mehr müssen Sie bezahlen. Dadurch sollen Anreize zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes geschaffen werden. und so den CO2-Fußabdruck jedes Einzelnen gering halten und beispielsweise weniger mit dem Flugzeug und mehr mit der Bahn reisen.
Emissionsgenehmigungen sollten in Form vonZertifikaten vorliegen. Sie werden vom Markt beeinflusst, nicht vom Staat. Der Staat legt einfach eine Obergrenze für die Lizenz fest, die er dann an Marktteilnehmer wie Unternehmen verkauft. Produziert ein Unternehmen Schadstoffe, muss es über eine Lizenz verfügen.
Wenn die Emissionslizenz teurer ist als die Kosten für neue schadstofffreie Technologien, wird das Unternehmen langfristig keine Lizenzen kaufen und neue Prozesse und Technologien entwickeln.
Insbesondere können Unternehmen aufgrund ihrer wirtschaftlichen Größe und daraus resultierenden Macht große Auswirkungen auf die Umwelt haben. Allein ihre enorme Produktion kann viele Schadstoffe produzieren.
Allerdings sollte man die Größe privater Haushalte nicht vergessen. Durch ihre Kombination können große Mengen an Schadstoffen entstehen. Daher sind informelle Instrumente wichtig, da sie auf der Freiwilligkeit der Marktteilnehmer basieren.
Wenn eine breite und gute Informations- und Bildungsquelle bereitgestellt wird, kann das Bewusstsein für den richtigen Umgang mit der Umwelt gestärkt werden.
So kann der Staat Haushalte dazu motivieren, Müll zu trennen, Energie zu sparen, auf fairen Handel zu achten und lokale Produkte zu kaufen.
Um die Ziele der Umweltpolitik zu erreichen, werden bestimmte Instrumente und Maßnahmen eingesetzt, wie oben bereits beschrieben. Dies erhöht jedoch die Produktionskosten für Unternehmen, da die Umwelt nicht mehr als kostenloses Gut angesehen werden kann.
So können Unternehmen beispielsweise nicht einfach kostenlos Luftschadstoffe oder wassergefährdende Flüssigkeiten in die Umwelt abgeben.
Luftschadstoffe umfassen Kohlenmonoxid, Schwefeldioxid, Ammoniak und Benzol.
Wassergefährdende Stoffe werden in die Wassergefährdungsklasse (WGK) eingeteilt und umfassen beispielsweise brennbare Flüssigkeiten, Säuren, Laugen oder Teeröle.
Dadurch steigen die Produktionskosten, insbesondere für Waren, die nicht umweltfreundlich hergestellt werden.
Ziel ist es, Unternehmen dazu zu ermutigen, ihre Produktionsprozesse umweltfreundlicher und weniger umweltbelastend zu gestalten.
Mit steigenden Produktionskosten steigen auch die Verkaufspreise für den Endverbraucher, was dazu führt, dass weniger Nachfrage nach Produkten besteht, deren Produktionsprozesse umweltschädlich sind.
Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich die Industrie inDeutschland erheblich. Besonders stark entwickelt haben sich die Bereiche Bau, Chemie, Energie und Verkehr. Aufgrund ihrer erheblichen wirtschaftlichen Bedeutung haben sie direkte Auswirkungen auf die Umwelt und können bei unsachgemäßer Handhabung katastrophale Folgen haben.
Diese Veränderungen sind natürlich besonders vorteilhaft für die Wirtschaft. Betrachtet man es jedoch aus ökologischer Sicht, erkennt man noch weitere negative Folgen. Dies geschieht natürlich nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern mit hoher Industrieaktivität.
Bereits Ende der 1960er Jahre waren ungünstige Entwicklungen in der Lage in Deutschland zu beobachten, weshalb die Politik um den Bereich Umwelt ergänzt wurde.
Daraus entstanden Ziele und Maßnahmen, die der Umwelt zugute kommen sollten. Eine dieser Maßnahmen bestand darin, die Umweltgesetzgebungsbefugnis auf die Bundesregierung zu übertragen. Weitere wichtige Aktivitäten sind:
Gesetzliche Regelungen zum Umweltschutz gibt es seit dem 19.
Jahrhundert. Sie betreffen insbesondere den Luft- und Gewässerschutz. Sie traten jedoch erst 1935 in Kraft (Reichsnaturschutzgesetz). Seitdem wurden weitere rechtsverbindliche Regelungen erlassen:
Grundsätzlich gibt es vier Prinzipien:
Maßnahmen zur Beseitigung potenzieller Umweltbelastungen
Die Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg brachte negative Folgen mit sich, weshalb das Thema Umwelt seit 1969 eine immer wichtigere Rolle in der Politik spielt.