Heim / Gesundheit / Alkohol verfolgungswahn
Diese schwerste Form der alkoholbedingten Hirnschädigung ist nach dem russischen Psychiater Sergei Korsakow benannt, der sie 1880 erstmals beschrieb. Der betroffene Alkoholiker leidet unter einem schweren Gedächtnis- und Orientierungsverlust.
das Ergebnis des Absterbens bestimmter Gehirnbereiche, was bedeutet, dass er überhaupt kein „Gestern“ haben kann. oder „Morgen“ weiß mehr, ist nicht mehr räumlich orientiert und erkennt nicht einmal seine nächsten Verwandten.
Aber trotz aller Einschränkungen können Aufgaben, die auf gespeicherten motorischen Programmen basieren, ohne unnötige Umstände erlernt und ausgeführt werden.
Einige Betroffene glauben, dass sie in einer anderen Zeit und/oder an einem anderen Ort leben.
Sie passen ihr Verhalten dann häufig an diese imaginäre Umgebung an.
Die Erinnerungs- und Lernfähigkeit ist oft stark beeinträchtigt. Neue Informationen können entweder überhaupt nicht gespeichert oder nach der Registrierung nicht mehr artikuliert werden („anterograde Amnesie“). Bei einer retrograden Amnesie kann der Patient die Vergangenheit nicht zusammenfassen oder wiedergeben.
Ein weiteres Merkmal der Korsakow-Krankheit sind Konfabulationen.
Der Alkoholiker erzählt Geschichten, die einfach erfunden sind, die er aber als wahr wahrnimmt. Diese Geschichten enthalten oft Fragmente realer Ereignisse. »
Leider kann die Korsakow-Krankheit nicht durch Abstinenz geheilt werden. Bei vielen Patienten führt psychischer Missbrauch zur Schließung der psychiatrischen Abteilung.
Es kann davon ausgegangen werden, dass die Ursache für umfangreiche Hirnschäden ein Thiaminmangel (Vitamin B1) ist, der wiederum auf die oft unzureichende und einseitige Ernährung vieler alkoholabhängiger Menschen und alkoholbedingte Stoffwechselstörungen zurückzuführen ist. Mit fortschreitender Krankheit sind auch andere Teile des Gehirns betroffen.
Lesen Sie mehr dazu in unserer Rubrik „Krankheiten“.
Eifersuchtswahn kommt bei Alkoholikern häufig vor. In geringem Maße verdichten sie sich in der Entwicklung von Eifersuchtswahnvorstellungen. Zu den Faktoren, die zur Entstehung von Wahnvorstellungen beitragen, gehören die verständliche Ablehnung eines Partners aufgrund von Alkohol, gestörte Beziehungen zur Umwelt und alkoholbedingte Impotenz mit vorübergehend gesteigertem sexuellen Verlangen.
Das Schuldgefühl für das eigene Versagen wird umgekehrt und auf den Partner übertragen. Verdächtigungen nehmen oft groteske Formen an. Die Illusion der Eifersucht kann chronisch werden und auch nach anschließender Abstinenz bestehen bleiben.
Dies führt oft zu Gewalt.