Junge Bäume bis zu einem Alter von fünf Jahren haben die größten Chancen
Ein Baum, der am falschen Ort steht, sollte neu gepflanzt werden. Je jünger er ist, desto größer ist die Chance, dass der Baum an seinem neuen Standort gut wächst. „Das funktioniert in der Regel bis zum fünften Lebensjahr gut“, sagt Dr. Martin Penzel, Obstbauberater am Zentrum für gärtnerische Lehr- und Versuchsanstalt in Erfurt.
Gute Vorbereitung ist alles.
Idealerweise beginnen die Vorbereitungen für die Umsetzung ein Jahr früher oder im Frühjahr eines bestimmten Jahres. Es ist aber auch möglich, alle Schritte auf einmal durchzuführen.
Schneiden Sie die Wurzeln im Frühjahr ab.
Schneiden Sie den Baum im Sommer ab Ende Juni.
Haben Sie ihn im Herbst aus und vergraben Sie ihn an einem neuen Ort.
Im Frühjahr schneiden wir die Wurzeln des jungen Baumes ab.
Vor dem Umzug im Frühjahr schneiden wir die Wurzeln des Baumes ab. Der Abstand zum Stamm hängt von der Größe des Baumes ab. Bei kleinen Bäumen genügen 20 Zentimeter; bei älteren Bäumen, die vier oder fünf Jahre alt sind, sind 30 bis 40 Zentimeter besser.
Machen Sie sich ein Bild von der Breite der Krone. Wenn die Wurzeln beschnitten werden, reduziert sich die Anzahl der Wurzeln um ein Drittel oder sogar die Hälfte. Dadurch kann die Masse an Ästen und Blättern nicht mehr ausreichend mit Wasser und Nährstoffen versorgt werden.
Beschneiden Sie den Baum vor dem Umzug
Um das Gleichgewicht zwischen den Wurzeln und der oberirdischen Masse wiederherzustellen, sollte der Baum beschnitten werden.
Dies ist die perfekte Gelegenheit, Ihrem Baum Struktur zu verleihen. Schneiden Sie unnötige Äste ab und kürzen Sie andere. „Achten Sie immer auf die Saftskala“, rät Penzel. Das bedeutet, dass gegenüberliegende Äste auf die gleiche Länge gekürzt werden. Dadurch werden sie gleichmäßig mit Nährstoffen versorgt.
Versiegeln Sie die Fugen mit Holzwachs.
Dadurch können Krankheitserreger nicht eindringen.
Baum vorsichtig ausgraben
Der vorbereitete Baum wird sorgfältig ausgegraben. Das bedeutet wirklich graben. „Schütteln Sie den Baum nicht und versuchen Sie nicht, ihn aus dem Boden zu ziehen“, warnt Penzel. Wichtige Feinwurzeln werden zerstört. Die Chancen, dass der Baum am neuen Standort wächst, wären deutlich geringer.
Den Baum an einen neuen Standort bringen
Es wäre schön, ihn unbeschädigt zu transportieren, aber so einfach ist das nicht. Platzieren Sie den Baum vorsichtig auf der Ladefläche oder Schubkarre. Am besten lässt man den Ballen offen. Quetschen Sie die Äste nicht und schützen Sie sie mit einem Tuch vor Rissen und anderen Verletzungen.
Graben Sie den Baum an einem neuen Ort
Für den Baum müssen Sie ein Pflanzloch vorbereiten, das etwa eineinhalb Mal größer als die Kugel ist. „Lockern Sie den Boden am Lochgrund auf“, rät Penzel. Dadurch wachsen leicht neue Wurzeln in den Boden. Anschließend wird der Baum in das Loch gelegt. Füllen Sie das Loch mit dem Aushubmaterial und drücken Sie alles gut an.
Alternativ kann der Erdaushub auch mit Kompost oder Blumenerde vermischt und in das Loch gegeben werden. Anschließend wird gut gegossen. Dies gilt auch, wenn es regnet. Durch die Bewässerung wird sichergestellt, dass der Boden um die Wurzeln herum gewaschen wird und diese Nährstoffe und Wasser schnell wieder aufnehmen können.
Sorgen Sie für gute Wachstumsbedingungen
Ein frisch gepflanzter Baum braucht einige Zeit, um seine Wurzeln wieder tief im Boden zu verankern.
Dazu wird ein stabiler Pfosten in den Boden gesteckt, an dem der Baum festgebunden wird. Wickeln Sie dazu ein Seil aus verrottbarem Material - z.B. Kokosfaser - mehrmals in Form einer Acht um den Baum und den Pfosten wickeln und dann mit mehreren Schlaufenknoten befestigen. Achten Sie darauf, dass das Seil einen Fingerbreit Platz am Stamm lässt.
Auf die Baumscheibe wird eine Schicht aus Kompost, verrotteten Holzspänen oder Rindenmulch gelegt, die etwa so groß sein sollte wie die Baumkrone.
Mulch liefert Nährstoffe, hemmt das Wachstum anderer Pflanzen und hält den Boden feucht.
Erfolgreich umgesetzt?
Im Laufe des Sommers wird sich zeigen, ob die Bäume am neuen Standort gut gewachsen sind. Wenn sie wachsen und gesund aussehen, war die Übertragung erfolgreich. Die Bäume im Garten von Jörg Heiss haben das Ausgraben, den Transport und das erneute Vergraben gut überstanden.