Die Börse wackelt. Seit Donald Trump drastische Einfuhrzölle angekündigt hat, verstärkt sich die Angst vor einer neuen Rezession. Der S&P 500 fiel am Donnerstag um fast 5 %, der stärkste Rückgang seit März 2020. Doch inmitten des Chaos zeichnen sich allmählich Gewinner ab.
Wer genau hinschaut, erkennt, dass es Aktien gibt, die in Krisenzeiten für Stabilität sorgen.
Wenn es bergab geht - halten defensive Aktien oft noch.
Der Begriff „defensive Aktien“ beschreibt Unternehmen, deren Produkte sie auch dann kaufen, wenn sich die Verbraucherstimmung und die Wirtschaft verschlechtern. Die Klassiker sind Unternehmen aus den Bereichen Grundversorgung, Gesundheit und Stadtwerke.
Ihr Geschäft läuft weiter, unabhängig davon, ob es zu einer Erholung kommt oder nicht.
Beispiel: Procter & Glücksspiel. Der Konsumgüterriese vertreibt Marken wie Pampers, Ariel und Gillette - Dinge, die Menschen auch in Zeiten schlechter wirtschaftlicher Lage kaufen.

Am Tag des Absturzes stieg die Aktie tatsächlich um 1,7 %, während der gesamte Markt zusammenbrach.
Procter & Diagramm der Glücksspielaktie
Gesundheit kennt die Wirtschaft nicht
Eine weitere Bastion in schwachen Märkten: der Gesundheitssektor. Aktien wie UnitedHealth (+3,3 %) und Amgen (+1,4 %) konnten Rückgänge vermeiden.
Auch wenn die Aktien anderer Pharma- und Gesundheitstechnologieunternehmen leicht sinken, bleiben deren Geschäftsmodelle stabil.
Zwei Beispiele mit Potenzial:
Becton Dickinson: ein Gesundheitstechnologiehersteller, der Krankenhäuser auf der ganzen Welt mit Einwegprodukten und -geräten beliefert. Obwohl die Aktie 2 % verlor, gehen Analysten davon aus, dass das Unternehmen über stabile Margen und ein konstantes Umsatzwachstum verfügen wird - auch dank der starken Preismacht.
Intuitive Chirurgie: Das Unternehmen produziert Roboter für die minimalinvasive Chirurgie.
Der Umsatz ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen und dieses Wachstum hält an - auch dank der steigenden Nachfrage nach automatisierten OP-Lösungen.
Billig statt auffällig: Warum Discounter wie TJX jetzt gefragt sind
Während viele Einzelhändler unter Verbraucherbeschränkungen leiden, glänzt TJX mit einem Wachstum von 0,4 %.
Das Unternehmen hinter T.J. Maxx verdient seinen Lebensunterhalt damit, überschüssige Markenware zu reduzierten Preisen zu verkaufen - ein Geschäftsmodell, das auch in Krisenzeiten funktioniert.
Analysten wie John Kernan sehen TJX an der Spitze der Liste der Einzelhändler mit besonders starker Preissetzungsmacht.
Die Kombination aus günstigen Preisen, Markenartikeln und gezielten Käufen trifft den Nerv der Kunden, die sparen, aber nicht auf Qualität verzichten wollen.
Fonds als Schutzschild: Stabilität durch breite Diversifikation
Wer das Risiko nicht auf einzelne Aktien konzentrieren möchte, kann auch in Fonds Alternativen finden. So verzeichnete beispielsweise der Vanguard Consumer Staples Index Fund, der sich auf Konsumgüteraktien konzentriert, am Tag des Börsencrashs einen leichten Anstieg.
Damit bewies er einmal mehr seine Rolle als stabilisierendes Element in unsicheren Zeiten.