Babybewegungen in der zweiten Schwangerschaft
Die meisten Frauen erleben die ersten spürbaren Bewegungen des Fötus während ihrer ersten Schwangerschaft zwischen der 22. und 24. Schwangerschaftswoche. Dann haben Sie sich wahrscheinlich bei jeder Prise gefragt, ob das, was Sie fühlten, wirklich Ihr Baby war.
Wenn Sie zum zweiten Mal schwanger sind, wissen Sie bereits, wie es sich anfühlt und auf welche Signale Sie achten müssen. Daher spüren Frauen die ersten Tritte ihres zweiten Babys oft früher.
Komplikationen während der zweiten Schwangerschaft und Geburt
Gab es Komplikationen während der ersten Schwangerschaft und Geburt? Dann wird Ihre Schwangerschaft wahrscheinlich nicht nur von Freude, sondern auch von Sorgen begleitet sein.
Was passiert, wenn die gleichen Probleme erneut auftreten?
- Präeklampsie und HELLP-Syndrom: Wenn Sie bereits eine Schwangerschaftsvergiftung hatten, besteht leider die Gefahr einer erneuten Vergiftung. Das Risiko für ein HELLP-Syndrom liegt bei 12,8 %, für eine Eklampsie bei 2 bis 16 % und für eine Präeklampsie bei 22 bis 35 %.
Aber keine Sorge, Ihr Gynäkologe wird Sie genauer überwachen, damit mögliche Probleme schnellstmöglich erkannt und behandelt werden können.
- Dammriss: Wenn Sie bei Ihrer ersten Entbindung einen Dammriss 1. oder 2. Grades haben, ist die Wahrscheinlichkeit eines Dammrisses bei der zweiten Entbindung geringer. Wenn das Perineum stärker geschädigt wurde, ist das Risiko einer erneuten Verletzung des Perineums leicht erhöht.
- Entbindung mit Saugnapf: Ein Saugnapf wird während der Entbindung verwendet, wenn das Baby aufgrund von Komplikationen schnell zur Welt kommen muss oder sich die Entbindung verzögert.
Ihr Körper ist besser auf Ihre zweite Geburt vorbereitet. Deshalb werden Babys in der Regel früher geboren. Dadurch wird der Saugnapf bei der zweiten Geburt oft nicht benötigt.
Zweite Geburt
Bei der zweiten Geburt sind Frauen oft entspannter und können sich besser auf die Geburt vorbereiten.
Sie haben wahrscheinlich gemerkt, dass die Erfahrung Ihrer ersten Schwangerschaft Ihnen eine gewisse Sicherheit gibt. Schließlich wissen Sie genau, was Sie erwartet und wie die verschiedenen Phasen der Wehen ablaufen.
Ein großer Unterschied besteht darin, dass die zweiten Wehen oft schneller verlaufen und die Wehen beim zweiten Kind oft später einsetzen.
Viele Frauen nehmen sie gar nicht oder erst kurz vor der Geburt bewusst wahr. Das liegt daran, dass Ihr Körper die Geburt bereits hinter sich hat. Dadurch kann das Baby während der Schwangerschaft leichter in den Geburtskanal gelangen. Leider bedeutet dies nicht, dass der Rest der Geburt der Geburtstag des Babys sein wird.
Wenn Sie eine schwierige oder traumatische Geburt hatten, kann Ihre zweite Geburt schwieriger sein.
Wenn Sie Angst vor der Geburt haben, sollten Sie unbedingt mit Ihrer Hebamme oder Ihrem Gynäkologen darüber sprechen. Sie helfen Ihnen, Ihre Ängste zu überwinden und zeigen Ihnen die richtigen Orte. Vielleicht hilft es Ihnen, sich daran zu erinnern, dass jede Geburt anders ist.
Zweite Schwangerschaft nach Kaiserschnitt
Wurde Ihr Baby während Ihrer ersten Schwangerschaft per Kaiserschnitt geboren?
Sie fragen sich wahrscheinlich, welche Möglichkeiten Sie für Ihre zweite Geburt haben. Die gute Nachricht ist: Wenn Ihre Schwangerschaft medizinisch normal verläuft, können Sie Ihr Baby auf natürlichem Weg zur Welt bringen. Besprechen Sie Ihre Wünsche vorab mit Ihrer Hebamme und dem Krankenhaus, in dem Ihr Baby zur Welt kommen wird.
Tipps für Ihre zweite Schwangerschaft
Der größte Unterschied zu Ihrer ersten Schwangerschaft besteht darin, dass Sie jetzt ein kleines Energiebündel zu Hause haben, das Ihre Aufmerksamkeit braucht.
Dadurch ist Ihre zweite Schwangerschaft wahrscheinlich eher ein Nebenereignis und Sie erleben sie nicht so bewusst wie beim ersten Mal. Mit unseren Tipps schaffen Sie Momente, in denen Sie zur Ruhe kommen und Ihre Schwangerschaft bewusst erleben können:
- Gemeinsam entspannen: Schläft Ihr Baby noch? Dann nehmen Sie sich die Zeit und legen Sie sich hin.
- Gönnen Sie sich Zeit für sich selbst: Sie müssen sich nicht schuldig fühlen, wenn Sie sich Zeit für sich gönnen.
So füllen Sie Ihre Energiereserven wieder auf. Fragen Sie zum Beispiel Oma und Opa, ob sie auf Ihr Baby aufpassen oder einen Spieltermin organisieren können. Dadurch können Sie die Ruhe ganz bewusst genießen.
- Machen Sie eine entspannte Reise: Ist Ihr Kind schon etwas älter? Dann unternehmen Sie gemeinsam einen Ausflug, bei dem Sie entspannen können.
Gehen Sie zum Beispiel gemeinsam auf den Spielplatz oder ins Kino. Dann können Sie sich ausruhen und Ihr Kind wird die Zeit seines Lebens haben.
- Zeigen Sie Ihrem Kind, wie es helfen kann: Auch wenn Ihr Kind noch klein ist, kann es einige kleine Aufgaben für Sie erledigen. Machen Sie zum Beispiel ein Aufräumspiel.
Es macht Ihrem Kind großen Spaß und kann Ihren Stress abbauen.
- Kochen Sie mehr und frieren Sie Lebensmittel ein: So haben Sie immer Essen zur Hand, wenn Sie keine Zeit zum Kochen haben. Oder noch besser: Bitten Sie Ihren Partner, zu kochen.
- Filmmittagessen: Setzen Sie sich mit Ihrem Kind auf das Sofa und bereiten Sie ein Filmmittagessen vor.
Dadurch können Sie sich entspannen und die gemeinsame Zeit mit Ihrem Kind genießen.
- Lassen Sie uns helfen: Der Alltag mit einem kleinen Kind ist nicht immer einfach. Darüber hinaus stellt die zweite Schwangerschaft zusätzliche Anforderungen an den Körper. Da ist es normal, dass man nicht mehr alles selbst machen kann. Seien Sie mutig und bitten Sie um Hilfe.
Das macht Sie nicht zu einer schlechteren Mutter!
- Besorgen Sie einen Babysitter: Bevor die zweite Wehen beginnt, sollten Sie unbedingt entscheiden, wer sich um Ihr Baby kümmert. Legen Sie klar fest, wer welche Aufgabe übernimmt und wer sich um die Kinder kümmert. Dadurch weiß jeder, was in einer Notsituation zu tun ist, und Sie können sich voll und ganz auf die Geburt konzentrieren.
