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Aktualisierung vom 28. März: Das PEI hat eine Stichprobe von Schnelltests verwendet, um zu sehen, ob es auch Omikronen erkennen kann. Ergebnis: Tests erkennen sowohl Omicron als auch Delta.
Update vom 1. April: PEI-Kommissionevaluierte weitere Tests.
Die Liste wurde entsprechend aktualisiert.
Die PCR-Testmöglichkeiten sind aufgrund der zahlreichen Infektionen durch die Omicron-Variante begrenzt. Daher sollen Personen, die in der Corona-Warn-App eine rote Warnmeldung erhalten, nicht mehr automatisch einen kostenlosen PCR-Test erhalten. Noch wichtiger werden Corona-Schnelltests für den Heimgebrauch, insbesondere solche, die Infektionen zuverlässig erkennen.
Seit Herbst vergleicht ein Forscherteam unter Leitung des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) die Wirksamkeit der in Deutschland verfügbaren Schnelltests beim Nachweis des Virus, auch wenn die Probe nur geringe Mengen Corona enthält. Als oberste Bundesbehörde ist das PEI für die Prüfung der Sicherheit von Impfstoffen und Arzneimitteln zuständig und arbeitet bei der Evaluierung mit dem Robert Koch-Institut, der Charité, der Bundeswehr und dem Bernhard-Nocht-Institut zusammen.
Bis zum 24. März hatten die Forscher insgesamt 246 in Deutschland verkaufte Tests getestet. Die Ergebnisse zeigen eine erstaunliche Bandbreite von sehr zuverlässig bis praktisch nutzlos.
Das Team um die beiden Wissenschaftler Heinrich Schubblauer und Micha Nübling mischte zunächst Nasenabstrichproben von Infizierten und bereitete dann verschiedene Verdünnungsgrade für die Tests vor.
Mithilfe eines PCR-Tests ermittelten die Forscher genau, wie viel Virus sich in den Proben befand, bevor sie diese für die Prüfung von Antigen-Schnelltests verwendeten.
Wissenschaftlern ist es gelungen, die Tests in drei Empfindlichkeitsklassen einzuteilen. Bei einem Zykluswert von kleiner oder gleich 25 Zyklen konnten mit den Tests Proben mit hohen Viruskonzentrationen nachgewiesen werden.
In der Zyklenklasse von 25 bis 30 wurden Proben mit mittlerer Viruslast und über 30 Zyklen auch Proben mit sehr geringer Viruslast nachgewiesen.
Eine Infektion gilt als sehr mild, wenn mehr als 30 PCR-Zyklen erforderlich sind, um das genetische Material des Virus nachzuweisen.
Unklar ist auch, ob Infizierte andere anstecken. Wenn Tests jedoch so niedrige Konzentrationen feststellen, können sie Infizierte sehr früh vor einer beginnenden Infektion warnen. Allerdings sind die meisten gängigen Schnelltests nicht in der Lage, solch niedrige Konzentrationen nachzuweisen. Nur wenige Tests liefern zuverlässig positive Ergebnisse und nur etwa 30 Modelle sind in der Lage, selbst geringe Viruslasten zu erkennen.
Die 46 Tests mit einer Sensitivität von weniger als 75 Prozent sind tödlicher. Das bedeutet, dass sie mindestens jede vierte Probe mit sehr hohen Viruswerten fälschlicherweise als negativ eingestuft haben. Einige Tests versagten völlig und zeigten keine Infektion. Die Kosten für solche Tests werden künftig nicht mehr vom Gesundheitswesen übernommen, sodass sie nicht mehr für kostenlose Bürgertests genutzt werden können.
Für viele Verbraucher ist die gute Nachricht, dass die meisten Tests, die in Supermärkten und Drogerien angeboten werden, zufriedenstellende Ergebnisse gezeigt haben. Beispielsweise konnte der neue 2019-nCoV (kolloidales Gold) Coronavirus-Antigentest von Hotgen 100 Prozent aller Proben mit hoher Viruslast nachweisen. Bei mittleren Virusmengen lag die Zuverlässigkeit noch bei 47,8 Prozent, sehr geringe Virusmengen wurden jedoch nicht mehr erfasst.
Die Tests von Hotgen werden in den mitteldeutschen Märkten weit verbreitet verkauft.
Beispielsweise schneidet der Test „Longsee 2019-nCoV Ag Rapid Detection Kit“ wirklich gut ab. Es erkannte außerdem niedrige Viruslasten in jeder Probe und ging mit einer Gesamtsensitivität von 100 % als klarer Testsieger hervor.
Wenn Sie zu Hause in der Liste der Tests im Regal stöbern möchten, werden Sie möglicherweise nicht fündig, da einige Produkte von verschiedenen Unternehmen hergestellt und verkauft werden.
So taucht beispielsweise der Speicheltest (COVID-19-Antigen-Schnelltest) von MR Sanicom in der Liste unter „Jointstar Biomedical“ auf.
Da es immer wieder Berichte gibt, dass viele Schnelltests eine Infektion mit der Sars-CoV-2-Variante von Omicron nicht gut erkennen, hat das PEI eine Stichprobe von 20 in Deutschland erhältlichen Schnelltests erneut untersucht, um festzustellen, ob es Unterschiede zwischen Delta gibt und Omikron.
Das Ergebnis: Die Tests erkannten beide Varianten etwa gleich gut.Dies überraschte die Forscher nicht, da viele Schnelltests auf das N-Protein des Virus abzielen und es nahezu keine Unterschiede zwischen Omicron und früheren Varianten gibt. Es wurden auch Informationen darüber hinzugefügt, welches Antigen der Test erkennt, ob es sich um Spike (S), Nukleokapsid (N) oder beides handelt.
Aber Omicrons Sampling-Methode könnte eine noch größere Rolle spielen als zuvor. Es gibt eindeutige Hinweise darauf, dass sich die aktuelle Variante des Virus zunächst hauptsächlich im Mund-Rachen-Raum vermehrt und erst einige Tage später in der Nase nachgewiesen werden kann. Daher kann es bei einer ersten Abstrichentnahme aus der Nase trotz der Infektion zu einem negativen Testergebnis kommen.
In einer US-Studie stellten Forscher fest, dass Speicheltests insbesondere zu Beginn der Infektion zuverlässiger waren.